Die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat im Kulturausschuss des Berliner Senats den derzeit heimatlosen Club Watergate für die ungenutzten Räume der ehemaligen Kindl-Brauerei in der Rollbergstraße in Neukölln ins Spiel gebracht. Sie nannte den Club als Beispiel dafür, wie bestehende Berliner Clubinstitutionen perspektivisch in gesicherte Räume umziehen könnten. Eine konkrete Verbindung zwischen Watergate und den Räumlichkeiten besteht laut ihren Aussagen jedoch nicht.

Das Watergate selbst hat seit seiner Schließung Ende 2024 keine aktive Suche nach einem neuen festen Standort bestätigt. Die Betreiber verwiesen damals auf das Auslaufen des Mietvertrags und steigende Kosten, äußerten aber keine Pläne für einen Umzug oder eine Wiedereröffnung in festen Räumen. Der Club war seitdem nur in Form temporärer Projekte präsent.
Zuvor war das SchwuZ seit 2013 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Kindl-Brauerei beheimatet. Laut Wedl-Wilson sucht die Clubcommission derzeit nach einem kleineren Veranstaltungsort für den ehemals ältesten und größten queeren Club Berlins, damit „das SchwuZ als Idee weiter fortgesetzt werden kann”. Im Juli hatte der Club Insolvenz angemeldet. Trotz intensiver Bemühungen zur Rettung des Clubs fand am 1. November 2025 die letzte Party statt. Seitdem steht der Standort in der Rollbergstraße leer.







