SchwuZ: Crowdfunding zur Rettung des Clubs gestartet

—

Das SchwuZ hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um den Club vor dem Kauf durch Investor:innen zu schützen. Die als „Mission: SchwuZ Schutz” gestartete Aktion will bis zum 24. September 300.000 Euro sammeln. Rund einen Tag nach Beginn der Kampagne sind rund 16.000 Euro zusammengekommen, das sind 6 Prozent des angestrebten Betrages.

Das eingesammelte Geld wird zum einen benötigt, um in einem möglichen Wettstreit mit Investor:innen ein gutes Angebot machen zu können. „Der andere Teil ist unser Beitrag zum Startkapital für einen Neuanfang”, so der Text zur Kampagne. Falls der Club in seiner jetzigen Form nicht gerettet werden kann, soll das Geld entweder für einen Neuanfang oder als Spende für queere Projekte genutzt werden.

Das SchwuZ präsentiert sich im Aufruf zum Crowdfunding selbstkritisch: „Der Club hat es nach der Pandemie nicht geschafft, sich neu zu erfinden. Viele haben sich zurückgemeldet: Das SchwuZ ist nicht mehr dasselbe, die Musik ist immer gleich, der Vibe passt nicht mehr.” Für einen eventuellen Neuanfang im alten Club sei eine Gruppe mit Personen aus der queeren Community zusammengestellt worden, die neue Konzepte erarbeiten soll.

Ob die gewünschte Summe zum passenden Termin zustande kommt ist unklar. Bei einer ähnlichen Crowdfunding-Aktion zur Modernisierung der SchwuZ-Infrastruktur Anfang April kamen statt der anvisierten 150.000 Euro nur rund 3.200 Euro zustande.

Das SchwuZ wurde 1977 gegründet und versteht sich als queerer Safe Space und kultureller Begegnungsort. In diesem Jahr stand es schon mehrfach in den Schlagzeilen: Neben einer strengen Türpolitik wurde die Entlassung von rund einem Drittel der Belegschaft kritisiert, darunter laut Kritiker:innen besonders häufig trans* und nicht-binäre Personen oder PoC. Anfang August hat der Club Insolvenz angemeldet. Damals wurde erklärt, dass der Clubbetrieb bis Oktober gesichert sei.

News

Weiterlesen

Baggy, Rave und Eurodance: ARTE zeigt Doku zur 90er-Sehnsucht 

Das ARTE-Magazin „Twist – Kultur & Pop” widmet sich in einer neuen Ausgabe dem Phänomen der 90er-Nostalgie und beleuchtet, warum die vermeintlich trashige Dekade heute einen ganz besonderen Nerv trifft.

Baggy, Rave und Eurodance: ARTE zeigt Doku zur 90er-Sehnsucht 

Das ARTE-Magazin „Twist – Kultur & Pop” widmet sich in einer neuen Ausgabe dem Phänomen der 90er-Nostalgie und beleuchtet, warum die vermeintlich trashige Dekade heute einen ganz besonderen Nerv trifft.

Club- und Festival-Monitoring 2026: Diese Umfrage braucht Zahlen aus der Szene

Die Clubkultur wackelt. Zwischen roten Zahlen und Sparpolitik startet die LiveKomm ein neues Monitoring, um Druck auf die Politik zu machen.

Sweet Club: Münchner Diskothek muss schließen

Das Münchner Clubsterben fordert das nächste Opfer: Nach knapp zehn Jahren am Maximiliansplatz hat der Sweet Club an Halloween endgültig seine Pforten geschlossen.

Cevin Fisher: Zanzibar-Resident und „The Freaks Come Out“-Produzent verstorben  

Mit „The Freaks Come Out“ und „„The Freaks Come Out“ landete der DJ und Produzent aus New Jersey Ende der Neunziger zwei Nummer-eins-Hits in den US-Dance-Charts.

Zum Tod von Juan Atkins: „Er hat Techno erdacht, bevor es irgendeiner von uns tat“

Die Musikwelt nimmt Abschied von Juan Atkins. Ob Jeff Mills, Sven Väth, Richie Hawtin oder das Team des Tresor Berlin: Weggefährten, Kolleg:innen und Freund:innen erweisen dem Techno-Urvater in bewegenden Worten die letzte Ehre.

Time Warp: Festival gründet Label 

Mit Ausgaben in Mannheim, São Paulo, Madrid, Los Angeles, Mexico City, Miami oder New York ist die Time Warp eine der größten globalen Festivalbrands im Technobereich. Nun startet man ein Label

Rückforderung von Corona-Hilfen: Kasseler Techno-Club Graf Karl kämpft ums Überleben 

Gegründet in der Pandemie, heute einer der wenigen Orte für Techno in Kassel: Ausgerechnet die Corona-Hilfen aus der Anfangszeit gefährden nun das Graf Karl.

2. Salzburger Tage der Clubkultur: Musik, Workshops und Diskurs geplant

Neben der Musik stehen vor allem drängende Fragen rund um fehlende Räume für die freie Szene im Fokus der Clubkulturtage.

Juan Atkins: Techno-Namensgeber verstorben 

Der Detroiter Produzent, DJ und Labelbetreiber ist mit 64 Jahren in Mexico City gestorben. Mit Cybotron, Model 500 und seinem Label Metroplex legte er die Grundlagen eines Genres, das die Welt verändert hat, und stand bis zuletzt auf der Bühne.
Eine Club-Situation, mehrere Menschen, ihre Silhouetten, im Scheinwerferlicht

Club- und Festival-Monitoring 2026: Diese Umfrage braucht Zahlen aus der Szene

Die Clubkultur wackelt. Zwischen roten Zahlen und Sparpolitik startet die LiveKomm ein neues Monitoring, um Druck auf die Politik zu machen.

Sweet Club: Münchner Diskothek muss schließen

Das Münchner Clubsterben fordert das nächste Opfer: Nach knapp zehn Jahren am Maximiliansplatz hat der Sweet Club an Halloween endgültig seine Pforten geschlossen.

Cevin Fisher: Zanzibar-Resident und „The Freaks Come Out“-Produzent verstorben  

Mit „The Freaks Come Out“ und „„The Freaks Come Out“ landete der DJ und Produzent aus New Jersey Ende der Neunziger zwei Nummer-eins-Hits in den US-Dance-Charts.

Zum Tod von Juan Atkins: „Er hat Techno erdacht, bevor es irgendeiner von uns...

Die Musikwelt nimmt Abschied von Juan Atkins. Ob Jeff Mills, Sven Väth, Richie Hawtin oder das Team des Tresor Berlin: Weggefährten, Kolleg:innen und Freund:innen erweisen dem Techno-Urvater in bewegenden Worten die letzte Ehre.

Time Warp: Festival gründet Label 

Mit Ausgaben in Mannheim, São Paulo, Madrid, Los Angeles, Mexico City, Miami oder New York ist die Time Warp eine der größten globalen Festivalbrands im Technobereich. Nun startet man ein Label

Rückforderung von Corona-Hilfen: Kasseler Techno-Club Graf Karl kämpft ums Überleben 

Gegründet in der Pandemie, heute einer der wenigen Orte für Techno in Kassel: Ausgerechnet die Corona-Hilfen aus der Anfangszeit gefährden nun das Graf Karl.

2. Salzburger Tage der Clubkultur: Musik, Workshops und Diskurs geplant

Neben der Musik stehen vor allem drängende Fragen rund um fehlende Räume für die freie Szene im Fokus der Clubkulturtage.

Juan Atkins: Techno-Namensgeber verstorben 

Der Detroiter Produzent, DJ und Labelbetreiber ist mit 64 Jahren in Mexico City gestorben. Mit Cybotron, Model 500 und seinem Label Metroplex legte er die Grundlagen eines Genres, das die Welt verändert hat, und stand bis zuletzt auf der Bühne.