Das Berliner SchwuZ: Queerer Club meldet Insolvenz an

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Der queere Berliner Club SchwuZ hat wegen einer drohenden Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Der Clubbetrieb soll aber vorerst bis Oktober weitergehen, berichtet der rbb. Dann soll voraussichtlich das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Auf Instagram kündigte man an, bis dahin Wege zu prüfen, wie es in Zukunft weitergehen kann. Verbunden ist diese Nachricht mit dem Aufruf, das SchwuZ zu besuchen: „Komm vorbei. Gemeinsam können wir bewirken, dass es weitergehen kann”, heißt es in dem Post.

Das SchwuZ ist schon länger in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Die Gründe dafür sind vielfältig: Änderungen im Ausgehverhalten, gestiegene Preise, aber auch eine strengere Türpolitik. Erste Sparmaßnahmen beinhalteten die Schließung der „Pepsi Boston Bar” unter der Woche, die Einführung von Spinden statt einer Garderobe und die Abschaffung von Bargeldzahlung. Außerdem wurde in den letzten Monaten rund ein Drittel der Belegschaft gekündigt. Kritiker:innen warfen der Geschäftsführerin Katja Jäger vor, die Entlassungen unsensibel kommuniziert und vor allem trans* oder nicht binäre Personen und People of Colour gekündigt zu haben. Durch diese Maßnahmen sollte eigentlich die Zahlungsunfähigkeit im August verhindert werden.

Das SchwuZ wurde 1977 gegründet und versteht sich als queerer Safe Space und kultureller Begegnungsort. Der erste Berliner CSD 1979 oder die Gründung des queeren Stadtmagazins Siegessäule wären laut rbb ohne das SchwuZ wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Ursprünglich war der Club am Mehringdamm in Kreuzberg zuhause, 2013 folgte der Umzug in größerer Räume im Rollbergkiez in Neukölln.

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