Eine neue Folge von ARTE Tracks widmet sich der zunehmenden Konsolidierung der europäischen Live-Musik-Industrie. Die 21-minütige Doku ordnet ein, wie wenige globale agierende Konzerne – Live Nation, Superstruct, AEG und CTS Eventim – laut einer Studie des Reset Network mittlerweile über 200 Festivals und mehr als 100 Venues in Europa kontrollieren oder betreiben, gut die Hälfte davon allein Live Nation.
Im Fokus steht dabei die Übernahme des Festival-Konglomerats Superstruct (u. a. Wacken, Sónar, Boiler Room) durch die Investmentfirma KKR im Jahr 2024 – ein Deal, der eine Boykottwelle innerhalb der Szene auslöste, unter anderem weil KKR auch in Rüstungsunternehmen investiert. Sonar und Superstruct kommen in der Doku mit Stellungnahmen zu Wort, ebenso Live Nation.
Eingeordnet wird das Ganze durch Gespräche mit Branchenstimmen wie Erika Romero (Live DMA), Michail Stangl (CTM Festival) und DJ Aya, die die strukturellen Fragen diskutieren: Marktmacht entlang der gesamten Wertschöpfungskette, mögliche Folgen für Ticketpreise und Programmvielfalt sowie den Vergleich zur Situation in den USA, wo eine Jury Live Nation bzw. Ticketmaster im April 2026 wegen illegaler Monopolbildung für schuldig befand.







