Ein Yamaha CS-80, der mutmaßlich im Besitz des 2022 verstorbenen Filmkomponisten Vangelis war, ist für eine Rekordsumme versteigert worden. Rund 470.000 Euro hat ein neuer Besitzer für den Synthesizer ausgegeben. Damit löst das Instrument sämtliche bisherigen Auktionsrekorde für elektronische Klangerzeuger ab.
Bei dem angebotenen Modell handele es sich laut Inserat um einen Prototyp ohne Seriennummer. Vangelis soll das Gerät 1977 für sein Album Spiral genutzt haben. Der griechische Komponist prägte mit dem CS-80 außerdem Soundtracks zu Filmen wie Blade Runner oder Chariots of Fire und gilt damit als Wegbereiter der elektronischen Musik.
Gebrauchte und gut erhaltene Serienmodelle des 1977 eingeführten, gut 80 Kilogramm schweren analogen Flaggschiffs erzielen auf dem Gebrauchtmarkt bis zu 80.000 Euro. Das verkaufte Vangelis-Exemplar weist allerdings ein prägnantes Detail auf: eine kleinen Brandspur von einer Zigarette auf einer der A-Tasten, die auf die bekannten Studiogewohnheiten des Musikers zurückzuführen sein soll.
Mit dem erzielten Preis lässt das Instrument vorherige Rekordsummen für prominentes Equipment weit hinter sich. Zum Vergleich: Ein Sennheiser-Vocoder der Electronic-Pioniere Kraftwerk wechselte bei einer Versteigerung für rund 220.000 Euro den Besitzer. Bemerkenswert am CS-80-Deal bleibt, dass abseits der Verkäuferangaben keine lückenlosen Provenienz-Papiere vorlagen. Dennoch war der anonyme Käufer bereit, für den mythosumrankten Synthesizer knapp eine halbe Million Euro auszugeben.







