://about blank: Berliner Oktoberfest in der Nachbarschaft geplant

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Der Berliner Oktoberfest-Abklatsch Spreewiesn soll in diesem Jahr erstmals nicht wie gewohnt am Ostbahnhof, sondern in unmittelbarer Nähe des Ostkreuzes stattfinden, genauer gesagt an der Laskerstraße 5, mitten im Lasker Kiez und direkt neben dem linken Club ://about blank in Berlin-Friedrichshain.

Beworben wird das Fest mit „Maßkrüge voller kühlem Festbier, Obstler, Dirndl und Lederhosen”. Stattfinden sollen die Spreewiesn vom 13. September bis zum 08. November. Stadtteilinitiativen, soziale und kulturelle Projekte sowie das ://about blank selbst kritisieren die Veranstaltung als kommerzielle Provokation in einem ohnehin stark belasteten Kiez.

Ein Zusammenschluss aus Nachbarschaftsbündnissen, Kulturinitiativen und soziale Projekten fordert die sofortige Absage der Spreewiesn. In einer am 21. Juli 2025 veröffentlichten gemeinsamen Presseerklärung unter dem Titel „Keine Spreewiesn in unserem Kiez” heißt es: „Falls es zu keiner Absage oder Verschiebung kommt, werden wir regelmäßige Proteste vor Ort organisieren und Besucher:innen sowie Veranstaltenden deutlich machen, dass diese Form von skrupellosem Kommerz in unserer Nachbarschaft nicht willkommen ist.” Zu den Unterzeichner:innen gehören unter anderem das ://about blank, der Jugendclub E-Lok sowie die Anwohner:innen-Initiative „Wem gehört der Laskerkiez”.

Neben grundsätzlicher Kritik an der Kommerzialisierung des Kiezes äußern Anwohnende und Initiativen auch Sicherheitsbedenken, unter anderem wegen befürchteter sexueller Belästigung, Lärmbelästigung und fehlender Sanitärversorgung. So wurde im Vorjahr bei der Veranstaltung am Ostbahnhof eine Toilettengebühr von den ohnehin schon zahlenden Gästen erhoben, was nun Sorgen vor Verschmutzung und Wildpinkeln im Wohnumfeld auslöst.

Das ://about blank hat es zur Zeit nicht nur aufgrund der dauerhaften Bedrohung durch die Stadtautobahn A100 schwer. Erst kürzlich wurde das umstrittene Hotelprojekt „Lynx” im Lasker Kiez vom Berliner Senat genehmigt, entgegen der Entscheidung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg.

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