Hai in den Mai: Eilantrag zur Rettung von Goa-Festival abgelehnt

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Das traditionsreiche Goa-Festival Hai in den Mai in der Nähe des ostwestfälischen Stemwede darf nun doch nicht stattfinden. Die Veranstalter des Waldfrieden Kultur e.V. hatten einen Eilantrag zum Bestandsschutz ihres Festivals gestellt. Dieser wurde vom Verwaltungsgericht Minden abgelehnt. Zuvor hatte der Kreis Minden-Lübbecke unter anderem das Sicherheitskonzept und fehlenden Naturschutz bemängelt und das Festival als nicht genehmigungsfähig eingestuft. Daraufhin gab es von der Gemeinde Stemwede keine Zulassung. Das Festival hätte am 30. April beginnen und bis zum 3. Mai laufen sollen.

Das Hai in den Mai findet seit Jahrzehnten in einem Waldgebiet statt, das als ökologisch besonders wertvoller Lebensraum gilt. Durch die Veranstaltung würden geschützte Tierarten, insbesondere Vögel und Fledermäuse, erheblich gestört, so die zuständige Naturschutzbehörde. Sie kommt daher zu dem Schluss, dass das Festival an diesem Standort nicht mit den Zielen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist.

„Die Naturschutzbehörde fordert zwei Monate vor dem Festival ein Gutachten, von dem sie wissen, dass es unmöglich ist, dieses vollumfänglich bis zum Festivalstart zu liefern” [sic!], sagt Sarah Stücker von Waldfrieden Kultur e.V. in einem Video auf Instagram. Weiter kritisiert sie die mangelhafte Kommunikation der Behörden. Man wolle den Organisator:innen gar keine Möglichkeit geben, die Vorgaben umzusetzen und das Festival zu realisieren.

Mit dem abgelehnten Antrag steht jedenfalls fest: Hai in den Mai kann erstmals seit 1997 nicht stattfinden. Bisher hat das Festival jedes Jahr rund um den 1. Mai Tausende Fans von Goa und Psytrance ins nordrhein-westfälische Stemwede gezogen. Zuletzt haben über 22.000 Menschen eine Petition zum Erhalt des Festivals unterschrieben.

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