Erfurt: Einstiges Schauspielhaus verwandelt sich zum KulturQuartier

Mitten in Erfurt entsteht das genossenschaftlich betriebene Kulturzentrum KulturQuartier. Das ehemalige Schauspielhaus am Klostergang 4 wird seit knapp zehn Jahren von der Genossenschaft KulturQuartier Schauspielhaus betrieben. Inzwischen sind rund 930 Mitglieder Teil des Projekts. Die Idee dahinter: Kultur nicht nur konsumieren, sondern besitzen und aktiv gestalten.

Das Haus befindet sich zwar noch im Umbau, wird aber schon bespielt. Genau diese Spannung mache das Konzept interessant, heißt es auf der Homepage des KulturQuartiers. Man wolle damit ausdrücklich auch einen Ort für die elektronische Musik schaffen, die Leerstand und Zwischennutzung als ästhetisches Statement versteht.

Das kommende Wochenende (8. bis 10. Mai) zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Den Auftakt macht am Freitag (8. Mai) eine Ausstellungseröffnung mit Artist Talk. Cornelia Erdmann bespielt den unfertigen Zustand des Hauses mit ihrer Installation Topologien des Dazwischen. Danach öffnet das Schauspielhaus als provisorischer Dancefloor mit DJ Shepherd.

Am Samstagabend (9. Mai) folgt Toni Materne mit einem Live-Konzert. Seine elektronische Musik bewegt sich „zwischen Ambient, Techno und experimentellen Formen”. Zuvor gibt es nachmittags einen Flohmarkt, bei dem man statt Standgebühren auf mitgebrachten Kuchen setzt.

Den Abschluss macht am Sonntag (10. Mai) eine Matinee nach Tschechow. Gespielt von Cornelia Heyse und Matthias Brenner, will das Stück den „Nerv des Hauses” treffen. Das heißt: „Ein Theater zwischen Vergangenheit und Neubeginn” sein.

Alle Informationen finden sich auf der Homepage des KulturQuartiers.

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