Das SchwuZ veranstaltet am 16. Mai im Metropol im Berliner Nollendorfkiez eine Comeback-Party. „Wir sind noch auf der Suche nach unserem neuen Zuhause, aber wir konnten nicht länger warten. Das ist der Beginn einer neuen Ära für SCHWUZ”, heißt es auf Instagram.
Auf der Party treten unter anderem Agnes Mitchell, Anna Klatsche, Biggy van Blond, Caramel Mafia, Gloria Viagra, Kakao Katze, PornoZ, Sasha Glam und Venny Stark auf. Ab Mitte Mai sollen regelmäßig Veranstaltungen an verschiedenen Orten stattfinden.
„Das Ende am Rollberg hinterlässt eine Lücke, aber es ist nicht das Ende des SchwuZ”, erklärt Marcel Rohrlack, Vorsitzender des Vereins SchwuZ e.V., gegenüber dem Tagesspiegel. „Nur in eigenen Räumen kann das SchwuZ wieder das queere Wohnzimmer werden, das es fast fünf Jahrzehnte war. Wer einen Club vermieten will: Ruft uns an!”, sagt er dort weiter.

Das Metropol ist eine Berliner Traditionslocation. Das Jugendstil-Gebäude am Nollendorfplatz wurde 1906 als Theater eröffnet. In den Achtzigern wurde es als Konzertsaal und Diskothek genutzt, Depeche Mode hatte dort den ersten Auftritt in Berlin. Techno-Geschichte schrieb dort Westbam, der ab 1983 im Metropol im Erdgeschoss und im LOFT Club in der ersten Etage auflegte und parallel zum UFO den (Acid-)House-Sound in die Stadt brachte. Im Gegensatz zum UFO feierte im Metropol allerdings eine vornehmlich schwule und lederaffine Crowd.
Das SchwuZ steht für SchwulenZentrum und war der erste sogenannte Gay-Club Deutschlands. 1977 öffnete er seine Türen erstmals in Schöneberg. Später zog man nach Kreuzberg, zuletzt war der Club eine Anlaufstelle für queere Partys im Rollbergkiez in Neukölln. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste die Venue dort im vergangenen November nach 48 Jahren schließen.
Im Interview mit der GROOVE spricht Mitbetreiber Martin Ostwald über die Geschichte des Clubs sowie einstige und aktuelle Herausforderungen für den Verein, der das SchwuZ betreibt.







