Die ukrainische DJ Nastia sagt geplante Auftritte in den USA ab. Solange die US-Regierung ihre Politik gegenüber der Ukraine nicht ändert, werde sie dort keine neuen Bookings annehmen.
Nastia begründet ihre Entscheidung damit, dass die Trump-Regierung den wirtschaftlichen Druck auf Russland lockere, die so ermöglichten Energiegeschäfte dem Aggressor zugutekämen und wichtige Militärtechnologien für die Ukraine eingeschränkt werden. Gleichzeitig werde die Ukraine unter Druck gesetzt, während sie weiter Russlands Angriffen ausgesetzt ist.
„Mein Land kämpft um seine Existenz. Ukrainische Menschen werden getötet, unsere Städte zerstört und unsere Zukunft ist jeden einzelnen Tag bedroht”, schreibt Nastia. „Ich kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, während politische Entscheidungen getroffen werden, die die Fähigkeit der Ukraine schwächen, sich selbst zu verteidigen.“ Ihre Entscheidung richtet sich nicht gegen die Menschen in den USA, Veranstaltende oder die Musikszene, stellt sie weiter klar. Ihnen gegenüber empfinde sie Dankbarkeit. Doch wenn sich die Haltung der Staaten nicht ändern ließe, wolle sie zumindest selbst bestimmen, woran sie mitwirke.
Seit dem Anfang des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine setzt sich Nastia für die Ukraine ein. 2022 spendete sie zudem 50 Prozent ihrer Toureinnahmen an ukrainische Hilfsorganisationen.
Zu einem Konflikt kam es ebenfalls in dem Jahr, nachdem Nastia ihren Gig an der Seite der russischen DJ Nina Kraviz auf dem Awakenings Festival absagte. Kraviz distanzierte sich nicht von der russischen Regierung und der Offensive gegen die Ukraine. In einem Facebook-Post schrieb sie „I am praying for peace.“ Davor musste Kraviz eine Reihe von Cancellations hinnehmen, wie GROOVE berichtete.
Beim diesjährigen Amsterdam Dance Event wurde der russische DJ Alexander Komarov vom Line-up entfernt, da er einen ukrainischen DJ bedrohte.







