Erst im September musste der Münchner DNA Club seine Türen im Werksviertel schließen, nun kündigten die Macher mit dem Sonder bereits ein Nachfolgeprojekt an. Doch statt Vorfreude schlägt den Betreibern eine massive Welle der Kritik entgegen. Besonders unter einem Instagram-Post zu einem Bericht über die Neueröffnung in der Süddeutschen Zeitung entlädt sich die gesammelte Wut der Münchner Clubszene.
Der Hauptvorwurf der Community: Name-Washing. Zahlreiche Kommentierende, darunter Gäste, Betroffene und lokale Künstler:innen, werfen der Clubleitung vor, sich mit dem neuen Namen der Verantwortung für unaufgearbeitete Vorfälle entziehen zu wollen. In den Kommentaren finden sich schwere Anschuldigungen: Die Rede ist von toxischen Machtstrukturen, körperlicher Gewalt, Hausverbot für Kritiker:innen sowie unaufgearbeiteten Vorfällen sexualisierter Übergriffe. Auch das Fehlen von professionellen Awareness-Konzepten wird scharf kritisiert.
Besonders auffällig: Während auf den Kanälen der Betreiber kritische Stimmen laut User-Berichten gelöscht werden, findet sich unter anderen Medienberichten kaum Gegenwind gegen die Vorwürfe. Verteidigung aus der Szene? Fehlanzeige. Der Riss zwischen den Betreibern und der lokalen Technoszene scheint tief zu sein. Ein Rebranding mag Räume neu gestalten, doch ohne transparente Aufarbeitung und echte Verantwortung bleibt das Vertrauen der Szene aus.
Allerdings: Wir können keinen der Vorwürfe überprüfen – insofern gilt hier die Unschuldsvermutung.







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