Sean Tate, in der Szene als The Butcher bekannt, ist tot. Er starb am 24. September im Alter von 55 Jahren, die von ihm mitgegründete Streaming-PlattformDetroit Promo TV bestätigte die Nachricht am 27. September. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Tate tauchte Mitte der Neunziger im Detroit-Techno-Untergrund auf, als Executive Producer von Terrence Parkers Stück „Love’s Got Me High” (1995). Als DJ begann er unter dem Namen DJ 1315 und wurde dann als The Butcher bekannt, regelmäßig in Europa und den USA gebucht. Seine Produktionen erschienen vor allem auf Detroit Techno Records von Mollison Folson alias Body Mechanic, mit dem er auch als Duo Folson & Tate arbeitete. Dazu kamen Beiträge für die Compilations von Rick Wilhite, unter anderem auf Rush Hour. 2018 gründete er das Label RWYS („Remember Why You Started”), auf dem neben ihm selbst Strand, Spacetime Distortion und Folson veröffentlichten.
2014 starteten Tate und Folson The Bassment, eine lokale Live-Streaming-Plattform, die jeden Sonntag aus einem Detroiter Keller sendete. Zu Gast waren Suburban Knight, Los Hermanos, Mark Flash oder Egyptian Lover. Tate war außerdem Anwalt und galt als Community-Aktivist, der gegen Armut in seiner Stadt ankämpfte.
Seine Musik trug Detroit im Titel. Die Reihe „A Matter of …” mit Stücken wie „A Matter of Creation”, „A Matter of Pain” und „A Matter of Respect” verband laut Tate Detroiter Erfahrung mit persönlichen Lebensabschnitten. „A Matter of Creation” feierte die Geburt seines Labels RWYS und die seines ersten Kindes. Detroit, sagte er in einem Interview, höre man in jedem Track: Sirenen auf der Straße, Kinder beim Spielen, den Jubel im Stadion, das Wasser auf Belle Isle.







