Die Detroit-Deep-House-Legende Rick Wade hat vor wenigen Tagen einen Herzinfarkt erlitten. Wie der DJ und Produzent über seine Social-Media-Kanäle öffentlich machte, befindet er sich nach einem Krankenhausaufenthalt mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung. Neben dem Infarkt wurden zusätzlich ein Lungenödem, Vorhofflimmern sowie eine Atemwegsinfektion diagnostiziert – eine lebensbedrohliche Kombination, die Wade jedoch überstanden hat.
In einem emotionalen Instagram-Post richtete er mahnende Worte an seine Fans und Kolleg:innen. Er wolle nicht so tun, als kenne er die exakte Ursache für den medizinischen Notfall. Allerdings müsse er sich eingestehen, Schlaf und Erholung über viel zu lange Zeit als reine Option und nicht als Notwendigkeit behandelt zu haben. Sein nüchternes Fazit aus dem Vorfall: „Take care of the machine, baby.”
Detroit-Kollege Carl Craig richtete eindringliche Worte an seinen langjährigen Weggefährten und erinnerte daran, dass Legendenmythen in der Realität nichts zu suchen haben. Die Mythen über Prince, der angeblich mit nur drei Stunden Schlaf am Tag auskam, seien nicht für Sterbliche gemacht. Außerdem könne die Musik-Community in Detroit nicht noch ein Opfer gebrauchen. Inzwischen haben auch andere etablierte Producer:innen wie DJ Rolando, Katja Ruge sowie die Berliner Produzentin Cinthie den Genesungswünschen angeschlossen.
Rick Wade steht seit Mitte der 1980er Jahre hinter den Plattenspielern. 1993 gründete er das Label Harmonie Park Records und prägte den souligen Deep-House-Sound seiner Heimatstadt mit Kollegen wie Rick Wilhite, Marcellus Pittman, Norm Talley oder Andrés. Und: Wade tourt immer noch um die Welt. Allein im laufenden Jahr reiste er für Auftritte nach Los Angeles, Buenos Aires und Washington D.C.
In den vergangenen Jahren schreckten immer wieder Notlagen aus dem Umfeld der Detroit-Techno-Pioniere die Szene auf. Wir berichteten über Spendenaufrufe nach schweren Operationen für Artists wie Whodat, Spendenkampagnen für die Vocals-Sängerin von DJ Deeon oder für Rick Wilhite nach einem schweren Unfall.







