Die Berliner Clubcommission hat die Musikbrauerei in Prenzlauer Berg aus dem Verband ausgeschlossen. Das berichtet die Berliner Zeitung. Der Vorstand hatte das Thema schon im vergangenen Winter auf dem Schreibtisch, im April entschied er einstimmig. Das entsprechende Schreiben hat den Anwalt von Musikbrauerei-Betreiber Jens Reule Dantas aber erst Mitte August erreicht.
Begründet wird der Schritt laut Berliner Zeitung mit mehreren Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr, die in den Augen der Clubcommission Verbindungen zur rechtsextremen und verschwörungsideologischen Szene aufweisen – darunter die „Erste Alternative Medienmesse” mit Beteiligung von Compact und der Partei dieBasis, ein Konzert der Band Drudensang sowie eine Kunstausstellung, über die Compact TV berichtete. Dort kommt die Gregor-Gysi-Schwester Gabriele etwa mit dem Satz zu Wort: „Corona – ich habe nie dran geglaubt, weil ich den Satz von Bill Gates: ‚7,2 Millarden Menschen müssen geimpft werden, um glücklich zu sein’, für unglaublich halte.” Gegenüber der Berliner Zeitung weißt Reule Dantas die Vorwürfe zurück und spricht von Rufmord. Seine Räume seien parteipolitisch neutral vermietet worden, eine inhaltliche Nähe zur rechten Szene gebe es nicht.
Die Clubcommission stützt sich laut oben verlinktem Beitrag in ihrer Begründung unter anderem auf das mittlerweile vom Bundesverwaltungsgericht als rechtswidrig aufgehobene Compact-Verbot sowie auf einen Indymedia-Artikel als Quelle. Hier gibt die Berliner Zeitung zu bedenken, dass die Plattform vom Verfassungsschutz selbst als linksextremistisch einstuft wird. Auch bei Drudensang bleibt der konkrete Vorwurf vage: Eine offizielle Einstufung als rechtsextrem liegt nicht vor, die Band tritt regelmäßig auf Metal-Festivals auf. Die vollständige Begründung der Clubcommission liegt der GROOVE nicht vor.







