Fusion 2026: Festival endet trotz Hitze und Evakuierung weitgehend störungsfrei

Die 27. Ausgabe der Fusion ist am Sonntag zu Ende gegangen. Rund 65.000 Besucher:innen feierten auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes in Lärz. Trotz Temperaturen von bis zu 40 Grad und einer vorübergehenden Evakuierung wegen eines nahegelegenen Brandes kam es zu vergleichsweise wenigen schwerwiegenden Zwischenfällen.

Die Tanzwüste bei Nacht (Foto: Adrian Reichel)
Die Tanzwüste bei Nacht (Foto: Adrian Reichel)

Trotz der außergewöhnlichen Hitze blieb die Zahl medizinischer Notfälle gering. Nach Angaben der Festivalverantwortlichen versorgten rund 450 Einsatzkräfte insgesamt etwa 2.400 Menschen – überwiegend wegen Kreislaufproblemen und kleineren Verletzungen wie Schnittwunden, Prellungen oder Nasenbluten. 50 Personen mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Dank Drug-Checking konnten von 801 analysierten Proben 60 Pillen als warnpflichtig eingestuft werden.

Für den größten Zwischenfall sorgte am Donnerstagabend ein Flächenbrand im drei Kilometer entfernten Retzow. Aus Sicherheitsgründen wurde die Veranstaltung für knapp drei Stunden unterbrochen und das Gelände vorsorglich geräumt. Das Feuer, das rund 3.000 Quadratmeter Wald- und Wiesenfläche erfasste, konnte allerdings rasch gelöscht werden, bevor es auf das Festival übergriff. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt weiterhin zur Brandursache.

Tausende Festival Besucher:innen warten während der Evakuierung auf der Landebahn
Tausende Festivalbesucher:innen warten während der Evakuierung auf der Landebahn (Foto: Tobias Heitmüller)

Diese spricht auch „von einem weitgehend geordneten Festivalverlauf”, registrierte jedoch mehrere Verstöße im Zusammenhang mit Drogen. Bei Verkehrskontrollen wurden 48 Personen unter Drogeneinfluss festgestellt. Zudem leitete die Polizei acht Strafverfahren wegen des Besitzes oder Handels mit Betäubungsmitteln ein. Kontrollen der Bundespolizei und des Zolls am Bahnhof Neustrelitz führten zu weiteren Strafverfahren, überwiegend wegen Drogenfunden.

Während der Evakuierung wurde außerdem eine mobile Polizeiwache mit Graffiti beschmiert und eine Polizistin bei einem Angriff leicht verletzt. Die Rückreise verlief überwiegend geordnet, auch wenn es am Bahnhof Neustrelitz zeitweise zu langen Wartezeiten und überfüllten Bahnsteigen kam. Mehr als 11.000 Festivalgäste traten ihre Heimreise mit der Bahn an. Die Bundespolizei regelte den Zugang zu den Bahnsteigen, größere Zwischenfälle blieben aus.

Für viele Besucher:innen dürfte die Fusion 2026 vor allem als die bislang heißeste Ausgabe des Festivals in Erinnerung bleiben. Gleichzeitig ist sie die letzte vor der angekündigten Pause. Die nächste Fusion soll erst 2028 stattfinden.

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