Das BLITZ in München: Club schließt am Standort im Deutschen Museum

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Der BLITZ Club schließt zum 3. August an seinem Standort im Deutschen Museum in München. Das Closing soll vom 31. Juli bis zum 3. August stattfinden. Nachdem die Münchner Abendzeitung gestern über die Schließung berichtet hatte, reagierten die Betreiber:innen nun mit einem Statement, das allerdings nicht auf die Gründe für die Schließung eingeht. Das Ende des Clubs soll die Schließung jedoch nicht sein. Man arbeite „mit Hochdruck daran, [die] Geschichte fortzusetzen”, denn: „Jedes Ende ist nur ein neuer Anfang” Wie und wo es weitergeht, lässt das Team ausdrücklich offen.

Der Club sei aus „einem Traum, einem Gefühl und einem Glauben” entstanden, mit der Idee, einen Ort zu schaffen, der auf „Offenheit, Respekt und der kraftvollen Einfachheit des gemeinsamen Tanzens” basiert, heißt es weiter. Über die Jahre sei daraus „etwas gewachsen, das weit größer war als wir selbst”, das BLITZ zu einem „Tempel des Tanzes” geworden. Die verbleibenden Monate wollen die Betreiber:innen nun gemeinsam feiern, „tanzend, als gäbe es kein Morgen”.

Der Main-Floor (Foto: Simon Vorhammer)
Der Hauptfloor des BLITZ (Foto: Simon Vorhammer)

Seit Anfang gilt das Blitz als einer der konsequentesten Sound-Clubs Europas. Die Betreiber:innen verstanden den Raum als „Konzertsaal für Tanzmusik”: Architektur, Materialien und Lautsprechersystem wurden gemeinsam entwickelt, um ein möglichst präzises und gleichmäßiges Klangerlebnis zu schaffen. Herzstück war eine speziell auf den Raum abgestimmte VOID-Acoustics-Anlage, deren transparenter, körperlich spürbarer Sound schnell internationale Aufmerksamkeit erhielt.

Der zweite Floor (Foto: Simon Vorhammer)
Der zweite Floor, das PLUS (Foto: Simon Vorhammer)

Untergebracht ist das BLITZ noch in der ehemaligen Kongresshalle des Deutschen Museums auf der Münchner Museumsinsel. Der Club wurde dort als aufwendige Raum-im-Raum-Konstruktion umgesetzt, bei der Architektur und Akustik gemeinsam gedacht wurden: Entkoppelte Dancefloors sowie speziell gestaltete Holz- und Wandstrukturen sorgten für eine kontrollierte Schallverteilung und machten das Gebäude selbst zum Teil des Klangerlebnisses.

Kuratorisch pflegte der Club von Beginn an eine klare Mischung aus internationaler Szene-Prominenz und lokaler Underground-Kompetenz. Bookings von Dixon, Jeff Mills, Ricardo Villalobos oder Nina Kraviz unterstrichen den programmatischen Anspruch. Neben den selbstveranstalteten Clubnächten fanden regelmäßig Labelnächte von Ilian Tape oder Giegling und Festivalableger etwa von Dekmantel statt.

Bereits zur Eröffnung 2017 formulierten die Betreiber:innen ihren Grundsatz: „Der Fokus soll auf der Musik und dem Zusammenkommen von Menschen liegen. Wir wollen eine Umgebung schaffen, in der jeder gleich ist, frei sein und loslassen kann.”

Lest hier das gesamte Statement des Clubs:

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