Refuge Worldwide: Community-Radio kämpft ums Überleben

Der Berliner Radiosender Refuge Worldwide ruft zur Unterstützung auf. Mit einer heute gestarteten Crowdfunding-Kampagne will das Team die Zukunft des Senders retten. In einem Statement betont das Kollektiv seine Rolle als kulturelle Plattform für Musik, Bildung und sozialen Austausch.

„Wir brauchen Hilfe, um dies aufrechtzuerhalten”, schreibt das Team hinter Refuge Worldwide. Steigende Mieten, gekürzte Fördermittel und strukturelle Veränderungen erschweren den Betrieb. Um Kosten zu senken, hat Refuge Worldwide bereits seine Öffnungszeiten reduzieren und Angestellte kündigen müssen. Außerdem plane man, noch in diesem Jahr aus dem Studio mit Bar in der Weserstraße in neue Räume in der Niemetzstraße umzuziehen. 

„Bei Refuge ging es noch nie um Profit, sondern um Menschen, Geschichten, die Schaffung von Raum und das Stärken von Stimmen. Wir wollen weiterhin unsere Programme anbieten, das Studio kostenlos vermieten, Bildungsangebote und Veranstaltungen ohne Eintrittsgeld anbieten”, so der Sender.

Seit seiner Gründung hat Refuge Worldwide über 12.000 Radiosendungen, 300 Workshops und 3000 Unterrichtsstunden realisiert – und das kostenlos. „Wir haben einen Raum geschaffen, in dem Künstler, Kollektive, junge und alte Menschen zusammenkommen können, um Musik, Geschichten und Wissen zu teilen und live aus Neukölln in die Welt zu senden”, heißt es im Statement. Bisher sind knapp 3.000 Euro der erhofften 50.000 Euro gespendet worden. Weitere Infos zum Crowdfunding von Refuge Worldwide findet ihr hier.

2022 haben wir die Gründer von Refuge Worldwide in einem Feature porträtiert.

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