In den vergangenen Monaten hat die Zahl verunreinigter Mephedron-Proben an Berliner Drug-Checking-Stellen deutlich zugenommen. In einigen Fällen werden statt Mephedron 4-CMC und neuerdings auch das hochgefährliche NEP (N-Ethyl-Pentedron) nachgewiesen, zwei Substanzen, die bislang nur unzureichend erforscht sind. Parallel dazu verzeichnen Berliner Krankenhäuser schon länger einen Anstieg von Patient:innen mit Überdosierungssymptomen, die auf den Konsum dieser mephedron-ähnlichen Stoffe zurückgeführt werden.
Bereits Ende vergangenen Jahres veröffentlichte die Konsumberatungsstelle Drugchecking Berlin besorgniserregende Zahlen: Nur 122 von 422 getesteten Proben enthielten tatsächlich Mephedron, während der Großteil andere Substanzen beinhaltete oder stark verunreinigt war. Seit Ende Februar wird zudem vermehrt die Substanz NEP in den Proben nachgewiesen. Wird sie unwissentlich anstelle von Mephedron konsumiert, treten bei gleicher Menge deutlich häufiger gefährliche Nebenwirkungen auf, darunter Herzrasen, Übelkeit, Panikzustände und psychotische Symptome.
Auch das im Oktober 2025 von der Polizei ausgehobene Drogenlabor in Nauen produzierte derartige mephedron-ähnliche Substanzen in großen Mengen. Der damalige Einsatzleiter Henner Grote bestätigte im Interview mit GROOVE, dass die Herstellung solcher Substanzen deutschlandweit immer weiter zunimmt.







