Das SchwuZ sucht nun offiziell nach einer neuen, dauerhaften Location. Der Berliner Queer-Club war aufgrund einer Insolvenz nach 49 Jahren obdachlos geworden.
„Das neue SCHWUZ soll für 400–800 PAX gut nutzbar sein, Raum für zwei Floors und Backstage bieten und eine gute Anbindung an den ÖPNV (bestenfalls im Ring) haben”, heißt es in der Nachricht den Vorstands des verantwortlichen Vereins, die über den Newsletter der Clubcommission verbreitet wurde.
„Nur mit einem eigenen Club kann das SCHWUZ wieder der feste Anlaufpunkt für die Community und kultureller Nährboden werden”, heißt es weiter. Wer ein passendes Objekt kennt oder anbietet, soll an vorstand@schwuz.de schreiben.

Das SchwuZ musste nach 49 Jahren an vier verschiedenen Orten in Schöneberg, Kreuzberg und Neukölln schließen. In den späten Siebzigern gründete man sich unter anderem, um schwules Leben aus versteckten, elitären Zusammenhängen zu befreien und für die breite Öffentlichkeit sichtbar zu werden. Neben politischen Aktivitäten und sozialen und diskursiven Veranstaltungen traten im SchwuZ Künstler:innen wie Rick Astley, Blondie, Boy George oder Erasure auf.
In den Achtzigern arbeitete man an der Vernetzung sämtlicher schwuler Initiativen Berlins, in der Folgezeit professionalisierte man den Veranstaltungsbetrieb an den Stationen am Mehringdamm in Kreuzberg und am Mehringdamm in Neukölln. Nach einer Insolvenz im Juli 2025 musste der Club zum 1. November 2025 schließen. Eine Auftaktveranstaltung in ein neues Kapitel des SchwuZ findet am 16. Mai im Metropol statt.
Unsere Berichterstattung zum SchwuZ findet ihr hier.







