Drugchecking in Berlin: Mehr als die Hälfte der Proben verunreinigt

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Drogen in Berlin sind häufig verunreinigt. Das bestätigen Untersuchungen des Berliner Drugchecking-Projekts der Senatsgesundheitsverwaltung. Mehr als die Hälfte aller getesteten Proben weisen „unerwartete Beimischungen” auf, darunter auch „potenziell gefährliche”.

In einer 30-wöchigen Evaluierungsphase reichten 530 Personen insgesamt 1.120 Substanzproben ein. Nur 44,8 Prozent der abgegebenen Proben enthielten den erwarteten Wirkstoff, 53,7 Prozent waren mit gefährlichen Substanzen gestreckt.

Besonders betroffen sind Speed, das oft mit Ketamin versetzt wird, und Ecstasy, das teilweise bis zu zweieinhalbmal so viel MDMA enthält wie angegeben. Außerdem wird Kokain häufig mit dem Narkosemittel Procain und dem Entwurmungsmittel Tetramisol gestreckt und Mephedron chemisch so verändert, dass neue Formen mit unvorhersehbaren Wirkungen entstehen.

Überdosiertes Ecstasy (Foto: Drugchecking Berlin)

Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit sieht eine positive Wirkung des Drugchecking-Projekts. Es habe gezeigt, dass Gesundheitsrisiken reduziert werden. Personen, in deren Proben unerwartete Stoffe nachgewiesen wurden, verzichteten etwa fünfmal häufiger auf den Konsum, heißt es in einer Pressemitteilung.

Seit Juni 2023 bieten drei Berliner Beratungsstellen die Möglichkeit, Drogen wie Kokain und Ecstasy analysieren zu lassen. Konsumierende können ihre Substanzen kostenlos, anonym und legal testen lassen, um herauszufinden, ob sie verunreinigt oder gefährlich sind. Die Ergebnisse stehen in der Regel nach etwa drei Tagen zur Verfügung. Zudem werden online Warnungen mit Fotos von als gefährlich eingestuften Drogen veröffentlicht.

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