Die Dokumentation Free Party: A Folk History über die britische Free-Party- und Rave-Bewegung der Neunziger erscheint erstmals als Stream. Auf Eventive, einer Plattform für Independent-Filme, läuft sie zunächst für 30 Tage on demand und kostet umgerechnet 7,50 Euro. Später soll die Doku auch auf weiteren Streaming-Plattformen veröffentlicht werden. Für die neue Fassung ergänzte Regisseur Aaron Trinder zusätzliche, bislang unveröffentlichte Archivaufnahmen. Premiere auf der Kinoleinwand hatte der Film 2023.
Die Doku zeichnet die Geschichte der UK-Free-Party-Szene zwischen Acid House, illegalen Raves und politischem Widerstand nach. Im Mittelpunkt stehen Soundsystems und Traveller-Kollektive wie Spiral Tribe, DiY Sound System, Bedlam oder Circus Warp sowie Ereignisse wie der legendäre Castlemorton-Rave von 1992 – bis heute der größte illegale Rave Großbritanniens. Auch die politischen Konsequenzen der Bewegung, darunter der umstrittene Criminal Justice Act 1994, werden thematisiert.
Das Projekt wurde 2021 per Crowdfunding angekündigt und entwickelte sich aus einer DIY-Initiative heraus. Laut Regisseur Trinder sei die Geschichte heute wieder relevant, weil europaweit über Protestrecht, Versammlungsfreiheit und die Nutzung öffentlicher Räume diskutiert werde. Ein Teil der Streaming-Einnahmen geht an die Londoner Hilfsorganisation Refugee Community Kitchen.
Der Film wurde 2023 positiv aufgenommen. Auf Reddit schrieben Besucher:innen, sie hätten den ganzen Film über Gänsehaut gehabt, und lobten besonders die Archivaufnahmen sowie die Atmosphäre der begleitenden Interviews.







