„Tanzflächen der Wiedervereinigung”: Open Call zur Feierkultur nach 1989 gestartet

Eine Ausstellung im Herbst 2026 soll an die Feierkultur in Deutschland nach dem Mauerfall 1989 erinnern. Die von der Berliner Clubcommission initiierte Schau feiert auch das 25-jährige Bestehen des Vereins. Nun sind Zeitzeug:innen eingeladen, Material und Berichte beizusteuern.

Für Tanzflächen der Wiedervereinigung sammelt das Projektteam „Erinnerungen, Materialien, Stimmen und künstlerische Positionen aus bzw. zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung, die zeigen, wie Clubkultur nach 1989 Teil eines gesellschaftlichen Wandels war, in Berlin und in ostdeutschen Regionen jenseits der Hauptstadt. Besonders interessieren uns jene Geschichten, die bisher kaum erzählt wurden.”

„Nach dem Mauerfall entstanden in Berlin und vielen ostdeutschen Regionen neue Freiräume”, heißt es weiter in der E-Mail. „Clubs und temporäre Raves, selbstorganisierte Partys und kulturelle Räume in Kellern, Fabriken und Brachen. Sie wurden zu Experimentierfeldern einer Gesellschaft im Übergang, im Spannungsfeld von Aufbruch und Umbruch. Was wurde auf den Tanzflächen der Wiedervereinigung verhandelt? Welche Erinnerungen haben Spuren hinterlassen? Wessen Stimmen fehlen bisher in den Erzählungen?”

Der Open Call richtet sich an Einzelpersonen, Zeitzeug:innen, Kollektive, Künstler:innen und Initiativen. Beiträge können bis zum 10. Juni eingereicht werden. Leute, die etwas zu erzählen haben oder über Material verfügen, schreiben an tdw@clubcommission.de.

Die Exponate sollen vom 3. Oktober bis zum 9. November in einer historischen und erstmals öffentlich zugänglich gemachten Fläche in Berlin gezeigt werden, die beizeiten bekanntgegeben wird.

Die Ausstellung wird mit Diskobabel e.V., dem Archiv der Jugendkulturen e.V. und Office Park Scheerbarth umgesetzt.

Finanziert wird das Projekt durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin und das Musicboard Berlin.

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