Südengland: Kritik an Polizei nach Rave-Auflösung

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Nach der Auflösung eines illegalen Raves nahe der britischen Kleinstadt East Lulworth an der südenglischen Küste sind Vorwürfe unverhältnismäßiger Polizeigewalt laut geworden. Laut Polizeiangaben nahmen rund 2.000 Menschen an der Veranstaltung teil, die am Sonntagabend beendet wurde. Insgesamt wurden elf Personen festgenommen. Die Behörden verteidigen ihr Vorgehen.

Erste Meldungen über eine illegale Musikveranstaltung gingen am Samstag kurz vor Mitternacht bei der Polizei ein. Die darauf folgende Räumung des Geländes dauerte nahezu 24 Stunden, währenddessen kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Raver:innen und Beamt:innen.

Die Polizei zerstört Technik Equipment der Veranstalter:innen (Foto: dorset_police/Instagram)
Die Polizei zerstört Technik der Veranstalter:innen (Foto: dorset_police/Instagram)

„Während des Einsatzes wurden unsere Beamt:innen mit Wurfgeschossen angegriffen und sahen sich mit einer gewalttätigen und feindseligen Situation konfrontiert”, sagte Steve Lyne, stellvertretender Polizeichef der Polizei Dorset gegenüber der BBC. Er rechtfertigt damit das harte Vorgehen der Einsatzkräfte und unterstreicht, dass Gewalt gegen die Polizei nicht toleriert werde.

Gleichzeitig erheben Besucher:innen schwere Vorwürfe gegen die polizeilichen Maßnahmen. Teilnehmer Zak Hanman schildert die Situation gegenüber der BBC als zunächst friedlich. Seinen Angaben zufolge hat die Polizei ohne vorherige Eskalation begonnen, gegen Feiernde vorzugehen. „Am Ende wurden zwar Gegenstände geworfen, aber erst nachdem die Polizei begonnen hatte, Menschen zu schlagen”, ergänzt er.

Die Polizei von Dorset wies die Vorwürfe erneut zurück. In einer Stellungnahme erklärte sie, man habe „angemessen und verhältnismäßig” gehandelt, um die Veranstaltung sicher zu beenden.

Auch in Deutschland ist unverhältnismäßige Polizeigewalt gegenüber der Partybesucher:innen immer wieder ein Diskussionspunkt. Zuletzt stand die Polizei hierzulande wegen einer Razzia im Augsburger City Club stark in der Kritik.

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