Unter dem Titel “Billig, gepanscht, gefährlich: Die neue Partydroge Mephedron” hat rbb für die ARD Mediathek eine knapp 30-minütige Dokumentation veröffentlicht. Im Fokus steht eine Substanz, die vor einigen Jahren rasant in der Party- und Clubszene auftauchte und für viele Konsument:innen durch ihre Wirkung, die den Push von Kokain und die Empathie von MDMA vereint, extrem attraktiv geworden ist. Doch die Doku von Reinhard Meissl macht deutlich, wie unberechenbar der Rausch mittlerweile geworden ist.
Besonders alarmierend sind dabei die Erkenntnisse der Berliner Drug-Checking-Labore: Bei vermeintlichem Mephedron (4-MMC) handle es sich wohl immer öfter um Derivate oder völlig andere Substanzen wie 2-MMC, 3-MMC oder NEP. Diese Stoffe entfalten ganz eigene, hochgradig unberechenbare Wirkungen und treiben das Überdosierungsrisiko massiv in die Höhe. In der Doku kommen Suchterkrankte zu Wort, die offen über ihren Konsum, den schnellen Kontrollverlust und das extreme Craving sowie ihren Weg raus aus der Abhängigkeit berichten.

Neben den Betroffenen wird das Thema auch aus medizinischer, ermittlungstechnischer und strafrechtlicher Perspektive beleuchtet. Beamt:innen von Kriminalpolizei und Zoll geben Einblicke in den Schwarzmarkt und die Logistik hinter den Kulissen, unter anderem an dem konkreten Beispiel des Drogenlabors in Nauen, das vor gut einem Jahr von den Behörden ausgehoben wurde.
Ein wertvoller Beitrag, der zeigt, warum das Thema Mephedron in der Clubkultur nach wie vor hochaktuell ist und warum Wegschauen schon lange keine Option mehr ist.







