Die Salzburger Club Commission lädt im November 2026 zu den zweiten Salzburger Tagen der Clubkultur ein. Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2022 stellt das diesjährige Event die anhaltend angespannte Raumsituation für die freie Kultur- und Clubszene in den Mittelpunkt.
Unter dem Motto „Wir machen uns den Club, wie er uns gefällt” haben Kulturschaffende, DJs und Kreative in den vergangenen Wochen über einen offenen Aufruf ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet. Das Konzept verbindet Musik, Workshops, Listening Sessions und einen Vinyl-Markt zu „einem lebendigen Ort des Austauschs”, wie es in der Ankündigung heißt.
Programm im Zeichen des Aufbaus und Abriss
Die Veranstaltungswoche gliedert sich in verschiedene Phasen. Von Montag (16.11.) bis Donnerstag (19.11) öffnet ein Pop-up-Club als offener Raum mit einer Ausstellung, Game-Stations sowie täglichen DJ-Sets und Workshops. Ab Freitag (20.11.) wird das temporäre Clubzentrum in der Hubert-Sattler-Gasse 3 mit einer offiziellen Eröffnung gefeiert, bei der unter anderem DJ Mukkefuck vom Salzburger Kollektiv vierundvierzig auftritt.
Den Abschluss bildet am Samstag (21.11.) ein Programm aus Filmscreenings und einer Podiumsdiskussion. Dabei debattieren Gäste aus Politik, Kunst und Aktivismus über die drängende Frage, was von solchen temporären Projekten bleibt, wenn der Raum schließt. Ein abschließendes Konzert reißt den Club symbolisch ab, um damit den Kreislauf von Leerstand und Zwischennutzung in der Mozartstadt zu verdeutlichen.
Mit mehr als 300 Mitgliedern fordert die Club Commission durch solche Initiativen langfristig bessere Perspektiven und feste Standorte für die urbane Nachtkultur. 2025 hat die Stadt Salzburg erstmals einen eigenen Fördertopf für die lokale Clubkultur zur Verfügung gestellt. Rund 66.000 Euro flossen gezielt an acht Kulturkollektive, um die meist ehrenamtlich organisierten Projekte zu unterstützen.







