Vor dem Gebäude der Kurth-Gruppe am Kurfürstendamm findet eine Demo für das RAW-Gelände statt. Nach dem Abbruch der Verhandlungen zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der Immobiliengruppe wollen sich Musiker:innen, Kulturinitiativen und politische Vertreter:innen am Mittwoch, den 24. Juni, für den Erhalt des RAW-Geländes aussprechen. Um 14 Uhr sind zu diesem Zweck eine Kundgebung und Konzerte geplant.
Musikalische Unterstützung kommt unter anderem von den Berliner Künstlern Chefket, 6euroneunzig, Pabst, Amewu und Oi!RONIE. Redebeiträge halten zudem Jens Schwan, der Pressesprecher des RAW-Geländes und Mitorganisator des Zug der Liebe, die Berliner Linkspartei-Vorsitzende Kerstin Wolter sowie der grüne Friedrichshainer Wahlkreiskandidat Enad Altaweel. Support erhält die Protestaktion auch von der Initiative Rave against the Zaun, die unter dem Motto „Kurth-Gruppe enteignen – RAW gehört Berlin” zur Teilnahme aufruft. Man wolle die Kultur dorthin tragen, wo über ihre Zukunft entschieden werde, so Sprecher Arian Wendel in einer Pressemitteilung: „Wenn uns die Räume für unsere Kultur genommen werden, müssen wir die Kultur halt zum Kudamm bringen.”
Anlass für das Vorhaben ist unter anderem die angekündigte Schließung des Clubs Cassiopeia. Auch weitere Projekte auf dem RAW-Gelände sehen ihre Zukunft gefährdet. Die Initiator:innen verweisen auf die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des RAW-Geländes. Das Areal gilt seit Jahren als wichtiger Ort für Club- und Musikkultur in Berlin und zieht Besucher:innen aus dem In- und Ausland an. Davon profitieren auch zahlreiche Betriebe im Umfeld.
Die Demo „RAW gehört Berlin” startet morgen, am 24. Juni, um 14 Uhr am Kurfürstendamm 199.







