Pappel-Beach: Betreiber äußert sich zu Kritik an 24-Stunden-Tekk Rave

Die Event-Location Pappel-Beach bei Teutschenthal unweit von Halle reagiert in einem Statement auf Instagram auf Kritik und Beschwerden von Anwohner:innen rund um das KommaBeach-Open Air, eine 24-Stunden-Tekk-Party, die vom vergangenen Samstag auf Sonntag auf dem Gelände des Pappel-Beach stattgefunden hat. Veranstaltet wurde sie von dem Label Kommaklar GmbH. Pappel-Beach-Betreiber Florian Seber sieht keine Grundlage für die Beschwerden und kritisierte gegenüber der GROOVE die Vorverurteilungen als haltlos und ungerechtfertigt.

„Schon in der Nacht hagelte es 1-Sterne-Bewertungen online. Außerdem wurde sowohl unserem Team als auch den Besucher:innen unterstellt, auf Drogen und zugedröhnt zu sein”, sagte Seber am Telefon. Menschen nur aufgrund einer Szenezugehörigkeit oder des Musikgeschmacks so vorzuverurteilen, überschreitet aus seiner Sicht deutlich die Grenze einer sachlichen Diskussion.

Pappel-Beach-Naturbad und -Strandbar sind knapp zwei Kilometer vom Teutschenthaler Stadtteil Eisdorf entfernt. Wer genau sich gestört fühlte, ist also unklar.

Die beiden Betreiber und Florian Seber (l.) und John Witteborn (r.) (Foto: Pappel-Beach)
Die beiden Betreiber des Pappel-Beach, Florian Seber (l.) und John Witteborn (r.) (Foto: Pappel-Beach)

„Ich verstehe, dass diese Musik nicht allen Menschen zusagt, aber sowohl der Pappel-Beach als auch die Kommaklar GmbH haben alle rechtlichen Vorschriften zur Durchführung des Events eingehalten”, führt Seber weiter aus. Selbst bei einer Dezibel-Messung durch die Polizei konnten keine Verstöße festgestellt werden. Das Gelände sei nach Ende des Events komplett gesäubert worden und inzwischen auch wieder für den täglichen Badebetrieb zugänglich.

Der Pappel-Beach möchte auch Tekk-Veranstaltungen einen Platz geben, die Location möchte „ein Ort für alle” sein. Seber sehe sich in der sozialen Verantwortung im ländlichen Sachsen-Anhalt: „Wenn wir solche Veranstaltungen ausschließen, finden sie stattdessen andernorts illegal statt, dann gibt es kein Sicherheitskonzept und keine Infrastruktur, um allen ein gutes und sicheres Event zu ermöglichen”, erklärt er.

Derartige Probleme beschäftigen Veranstaltende in ganz Deutschland. In den vergangenen Monaten kam es immer zu Absagen aufgrund von Beschwerden oder strengeren Vorschriften. Nach fast 20 Jahren traf es zuletzt etwa das Hai in den Mai aufgrund neuer Umweltschutzauflagen. Auch das Festival WeGoApart with ART in Löbau sah sich im vergangenen Sommer deutlicher Kritik durch den Bürgermeister der Ortschaft wegen der angeblich zu hohen Lautstärke ausgesetzt.

News

Weiterlesen

Rick Wade: Detroit-Urgestein erlitt Herzinfarkt

Nach einem schweren Zusammenbruch warnt die Deep-House-Legende vor den Folgen ständiger Überlastung im DJ-Alltag.

Rick Wade: Detroit-Urgestein erlitt Herzinfarkt

Nach einem schweren Zusammenbruch warnt die Deep-House-Legende vor den Folgen ständiger Überlastung im DJ-Alltag.

Watergate: Pariser Club mit David-Lynch-Verbindung übernimmt Räume für Popup 

Mehr als 20 Monate stand das Watergate leer. Nun zieht dort der internationale Artworld-Jetset ein.

Burning Man: Zwei Todesfälle in zwei Tagen

Das Burning Man steht in diesem Jahr unter einem schlechten Stern: Nachdem Unwetter das Gelände in eine Schlammlandschaft verwandelt hatten, wurden zwei Todesfälle bekannt. 

Smart Glasses: New Yorker Club verbietet Videobrillen

Geräte wie die Meta-Ray-Bans, die diskretes Filmen ermöglichen, seien mit dem Schutz der Privatsphäre nicht vereinbar, findet das Basement in Queens.

Verbindung in die rechtsextreme Szene: Berliner Clubcomission schließt Musikbrauerei aus

Unter anderem problematisch für die Clubcomission: Die „Erste Alternative Medienmesse” mit Beteiligung von Compact und der Partei dieBasis.

Drogenwarnung aus den Niederlanden: Trump-Pille enthält PMMA 

Vom Konsum der Pille wird ausdrücklich abgeraten, denn mit PMMA ist nicht zu spaßen. Was Raver:innen jetzt wissen müssen.

Monika Kruse: DJ verkündet Rückkehr von Angststörung

Die DJ leide außerdem an „körperlichen Symptomen und einer tiefen Erschöpfung” und musste einen Festival-Gig am Wochenende absagen.

Aarauer Rave 7.0 in der Schweiz: Tote und Verletzte nach Schüssen

Das Tatmotiv ist bislang ungeklärt, die Polizei schließt einen Amoklauf nicht aus, ermittelt aber auch in Richtung Terrorakt und organisierte Kriminalität.

Hamburger Hafen: Zoll stellt 1,5 Tonnen Crystal Meth sicher

Eine Einzeldosis umfasst 2,5 bis 10 Milligramm, mit dem Fund hätte also mindestens 150 Millionen Mal konsumiert werden können.

Watergate: Pariser Club mit David-Lynch-Verbindung übernimmt Räume für Popup 

Mehr als 20 Monate stand das Watergate leer. Nun zieht dort der internationale Artworld-Jetset ein.

Burning Man: Zwei Todesfälle in zwei Tagen

Das Burning Man steht in diesem Jahr unter einem schlechten Stern: Nachdem Unwetter das Gelände in eine Schlammlandschaft verwandelt hatten, wurden zwei Todesfälle bekannt. 

Smart Glasses: New Yorker Club verbietet Videobrillen

Geräte wie die Meta-Ray-Bans, die diskretes Filmen ermöglichen, seien mit dem Schutz der Privatsphäre nicht vereinbar, findet das Basement in Queens.

Verbindung in die rechtsextreme Szene: Berliner Clubcomission schließt Musikbrauerei aus

Unter anderem problematisch für die Clubcomission: Die „Erste Alternative Medienmesse” mit Beteiligung von Compact und der Partei dieBasis.

Drogenwarnung aus den Niederlanden: Trump-Pille enthält PMMA 

Vom Konsum der Pille wird ausdrücklich abgeraten, denn mit PMMA ist nicht zu spaßen. Was Raver:innen jetzt wissen müssen.
Monika Kruse by (Foto: Christoph Köstling)

Monika Kruse: DJ verkündet Rückkehr von Angststörung

Die DJ leide außerdem an „körperlichen Symptomen und einer tiefen Erschöpfung” und musste einen Festival-Gig am Wochenende absagen.
Der Rave wurde auf dem Gelände der Pferderennbahn Aarau abgehalten. Die Schüsse fielen hinter der Tribüne im Bild oben rechts (Foto: Aargau Tourismus AG)

Aarauer Rave 7.0 in der Schweiz: Tote und Verletzte nach Schüssen

Das Tatmotiv ist bislang ungeklärt, die Polizei schließt einen Amoklauf nicht aus, ermittelt aber auch in Richtung Terrorakt und organisierte Kriminalität.

Hamburger Hafen: Zoll stellt 1,5 Tonnen Crystal Meth sicher

Eine Einzeldosis umfasst 2,5 bis 10 Milligramm, mit dem Fund hätte also mindestens 150 Millionen Mal konsumiert werden können.