Kurz vor dem Start des Festivals Alien Sound in Neapel ist es zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen: Die Hauptbühne auf dem Gelände der ehemaligen NATO-Basis in Bagnoli stürzte aufgrund von starken Windböen ein. Verletzt wurde niemand, da sich zum Zeitpunkt des Einsturzes weder Besucher:innen noch Personal im unmittelbaren Bühnenbereich aufhielten. Dennoch zogen die zuständigen Behörden die Konsequenzen und widerriefen die bereits erteilte Veranstaltungsgenehmigung.
Das Festival war ursprünglich für den 4. und 5. Juli geplant. Auf dem Line-up standen unter anderem Latin-Trap-Artists wie Ozuna, Gordo, Anuel AA und Myke Towers. Nachdem Videos der eingestürzten Bühnenkonstruktion in den sozialen Medien kursierten, hofften die Veranstalter zunächst noch, die Schäden rechtzeitig beheben und das Festival wie geplant durchführen zu können. Letztlich untersagten die Behörden die Durchführung jedoch aus Sicherheitsgründen.
In einer offiziellen Stellungnahme auf Instagram erklärte das Organisationsteam, man habe bis zuletzt rund um die Uhr daran gearbeitet, das Festival zu retten. Auch die Künstler:innen seien bereits in Neapel gewesen, und die gesamte Organisation habe bereitgestanden, das Publikum zu empfangen. Die Entscheidung über den Entzug der Genehmigung sei jedoch vollständig außerhalb des Einflussbereichs der Veranstalter gelegen.
Um die Folgen für die Fans möglichst gering zu halten, wurde gemeinsam mit den Managements der Künstler:innen nach einer Alternative gesucht. Das Ergebnis: Die beiden ursprünglich geplanten Festivaltage werden zu einem einzigen Großevent am 23. Juli zusammengelegt.
Bereits gekaufte Tickets behalten automatisch ihre Gültigkeit für den neuen Termin. Besucher:innen, die am 23. Juli verhindert sind, können ab dem 24. Juli eine Rückerstattung über die ursprüngliche Verkaufsstelle beantragen. Der Vorfall zeigt, welche Auswirkungen extreme Wetterereignisse auf Open-Air-Veranstaltungen haben können. Trotz der erheblichen Sachschäden endete der Bühneneinsturz glimpflich, weil sich während des Unwetters niemand auf oder vor der Bühne befand.







