Victor Willis, Mitgründer und langjähriger Frontmann der Village People, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Wie die Gruppe am 1. Juli 2026 über Facebook mitteilte, erlag der Musiker bereits am Vortag den Folgen einer „kurzen, aber aggressiven Krankheit”. Nähere Angaben zur Todesursache machte die US-amerikanische Disco-Band nicht.

Mit den französischen Produzenten Jacques Morali und Henri Belolo gründete Willis 1977 die Village People. Als Leadsänger der Band und in seiner ikonischen Rolle als Polizist beziehungsweise Offizier wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter der Disco-Ära. Mit Welthits wie „YMCA”, „Macho Man”, „In the Navy” und „Go West” feierte die Gruppe weltweite Erfolge und avancierte mit ihren markanten Bühnenfiguren zu einem Symbol der queeren Kultur der späten 1970er-Jahre. Sie verkauften weltweit Millionen Tonträger und erhielten einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
1980 verließ Willis die Village People auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. Während die Popularität der Band anschließend deutlich nachließ, gelang es auch ihm nicht, an die Erfolge der Disco-Jahre anzuknüpfen. Sein Soloalbum blieb über Jahrzehnte unveröffentlicht und erschien erst 2015. Hinzu kamen Drogenprobleme und mehrere Konflikte mit dem Gesetz.
Nach einem erfolgreichen Entzug im Jahr 2006 fand Willis jedoch zurück ins Musikgeschäft. 2017 kehrte er als einziges verbliebenes Gründungsmitglied zu den Village People zurück. Neben zahlreichen Konzerten entstanden auch neue Aufnahmen. Parallel setzte er sich erfolgreich für die Rückgewinnung der Urheberrechte mehrerer von ihm mitverfassten Songs ein. Bis zuletzt stand Willis mit der Band auf der Bühne.
Aufsehen erregte Willis zuletzt mit seinen Auftritten für die US-amerikanische MAGA-Bewegung.







