Wuppertal: Neuer Club Relikt eröffnet am Wochenende

Die Wuppertaler Clublandschaft wächst weiter: Mit dem Relikt eröffnet am 11. Juli an der Gathe 50 in Elberfeld eine neue Veranstaltungsstätte, die ihren Schwerpunkt auf elektronische Musik legt. Hinter dem Projekt steht Betreiber René Kaiser, der das Gebäude bereits vor mehreren Jahren erworben und die Räumlichkeiten seitdem schrittweise umgebaut hat, wie Talzeit berichtet.

Entstanden ist ein Club für bis zu 199 Gäste mit zwei Floors, mehreren Bars und einem Rundlauf-Konzept, bei dem sich das Publikum frei durch die Räume bewegen kann. Optisch setzt das Relikt auf einen futuristischen Look mit Industrieästhetik, darunter ein an der Decke montiertes Raketen-Element und beleuchtete Plasma-Röhren.

Zum Auftakt am Samstag, den 11. Juli, startet das Relikt mit einem Soft Opening. Unter dem Titel „Wuppertal Underground“ gestaltet das lokale Kollektiv URVB (Uptown Records Vinyl Bus) zusammen mit der bekannten Reihe Sound of Butan aus dem ehemaligen Butan Club die erste Nacht. Musikalisch läuft das Opening unter dem Motto „Good Old Techno” und kündigt einen Sound zwischen rohen, hypnotischen und treibenden Beats an.

Bereits am 17. Juli folgt mit Taltakt die erste offizielle hauseigene Veranstaltungsreihe des Clubs. Ein weiterer Termin ist für den 1. August geplant. Auf einen wöchentlichen Betrieb verzichtet das Relikt zunächst, in den ersten Monaten sollen einzelne Veranstaltungen stattfinden. Ein vollständiges Programm will der Club gegen Ende August veröffentlichen.

Musikalisch möchte sich das Relikt langfristig nicht ausschließlich auf Techno festlegen. Zwar bilden elektronische Sounds den Schwerpunkt, perspektivisch sind jedoch auch House, kommerziellere Clubformate und kulturelle Veranstaltungen vorgesehen. Der Anspruch besteht darin, unterschiedlichen Crews und Veranstalter:innen eine Plattform zu bieten und damit neue Impulse für die Wuppertaler Clubszene zu setzen.

Auch bei den Preisen verfolgt Kaiser einen vergleichsweise niedrigschwelligen Ansatz. Der Eintritt zu eigenen Veranstaltungen soll bei rund zehn Euro liegen, Bier zwischen vier und viereinhalb Euro kosten. Ziel sei es, Clubnächte auch in Zeiten steigender Kosten für ein breites Publikum bezahlbar zu halten, erklärt Kaiser im oben verlinkten Interview.

Wuppertals Clubszene hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Einschnitten erlebt. Mit dem Aus des bundesweit bekannten Butan im Jahr 2018 verschwand eine der wichtigsten Adressen für elektronische Musik in Nordrhein-Westfalen. Ende 2025 folgte die Schließung des U-Clubs nach mehr als drei Jahrzehnten. Dieser konnte seinen Betrieb nach der Gründung eines gemeinnützigen Vereins und einer erfolgreichen Spendenkampagne jedoch im Februar 2026 wieder aufnehmen. 

Gleichzeitig hat sich mit dem Open Ground seit 2023 ein international beachteter Club etabliert, der die Großstadt wieder stärker auf die Landkarte der elektronischen Musik gesetzt hat.

News

Weiterlesen

 „Alles Gute kommt von unten”: Hamburger Szene kündigt Demorave an

Am 29. August 2026 demonstrieren mehr als 45 Hamburger Kollektive mit 16 Wagen unter dem Motto „Alles Gute kommt von unten”.

 „Alles Gute kommt von unten”: Hamburger Szene kündigt Demorave an

Am 29. August 2026 demonstrieren mehr als 45 Hamburger Kollektive mit 16 Wagen unter dem Motto „Alles Gute kommt von unten”.

Houghton: Todesfall auf britischem Festival

Auf dem Houghton Festival ist eine Person ums Leben gekommen. Die Veranstalter:innen arbeiten mit den örtlichen Behörden zusammen.

„München Beats”: ZDF-Serie über Münchens Technoszene erntet Kritik

„München Beats” erzählt vom Aufstieg des Münchner Nachtlebens in den 1990er-Jahren. Kritiker:innen bemängeln, Techno als Kulisse dient.

R.A.W.-Gelände: Zukunft von Berliner Kulturareal vorerst gesichert

Clubs, Bars und Kulturorte auf dem R.A.W.-Gelände erhalten zunächst für mindestens zwei Jahre Planungssicherheit.

Vangelis: Synthesizer von Filmkomponist stellt neuen Rekordpreis auf

Mit dem Yamaha CS-80 soll der griechische Komponist Vangelis zahlreiche Werke, unter anderem den Score für „Blade Runner”, produziert haben.

William Orbit: „Ray of Light”-Produzent im Alter von 69 Jahren gestorben

Der britische Produzent William Orbit verband elektronische Musik mit Pop und prägte eines der wichtigsten Alben von Madonna.

39 Prozent der Berliner Clubs machen Verluste: Clubcommission legt Studie zur Berliner Clubkultur vor

Berliner:innen lieben nach wie vor ihre Clubs, sie haben aber weniger Geld, bleiben kürzer auf der Tanzfläche – und trinken weniger Alkohol.

Watergate: Padovicz-Gruppe kündigt neuen Club in den Räumen an

Das alte Watergate steht seit gut eineinhalb Jahren leer. Nun will Immobilienspekulant Gijora Padovicz einen „international erfolgreichen Clubbetreiber” als Mieter gewonnen haben.

Illegaler Rave in Luxemburg: 63 Personen stehen nach Polizeieinsatz vor Gericht 

Knapp ein Jahr nach der Räumung eines illegalen Raves im Norden Luxemburgs nimmt der Fall juristisch Fahrt auf. Wie die Tageszeitung Luxemburger Wort berichtet,...
Die Terminus-Stage des Houghton (Foto: Houghton Festival)

Houghton: Todesfall auf britischem Festival

Auf dem Houghton Festival ist eine Person ums Leben gekommen. Die Veranstalter:innen arbeiten mit den örtlichen Behörden zusammen.

„München Beats”: ZDF-Serie über Münchens Technoszene erntet Kritik

„München Beats” erzählt vom Aufstieg des Münchner Nachtlebens in den 1990er-Jahren. Kritiker:innen bemängeln, Techno als Kulisse dient.
Das RAW-Gelände wehrt sich seit Jahren gegen die Neubebauung durch einen Immobilieninvestor (Foto: Google/Lydia Chernosvitova)

R.A.W.-Gelände: Zukunft von Berliner Kulturareal vorerst gesichert

Clubs, Bars und Kulturorte auf dem R.A.W.-Gelände erhalten zunächst für mindestens zwei Jahre Planungssicherheit.
Vangelis in seinem Studio

Vangelis: Synthesizer von Filmkomponist stellt neuen Rekordpreis auf

Mit dem Yamaha CS-80 soll der griechische Komponist Vangelis zahlreiche Werke, unter anderem den Score für „Blade Runner”, produziert haben.

William Orbit: „Ray of Light”-Produzent im Alter von 69 Jahren gestorben

Der britische Produzent William Orbit verband elektronische Musik mit Pop und prägte eines der wichtigsten Alben von Madonna.
Das Beate Uwe in Mitte ist einer der 181 Clubs und Veranstaltungsorte, die in der Berliner Clubcommission vertreten sind (Foto: Beate Uwe/ Google)

39 Prozent der Berliner Clubs machen Verluste: Clubcommission legt Studie zur Berliner Clubkultur vor

Berliner:innen lieben nach wie vor ihre Clubs, sie haben aber weniger Geld, bleiben kürzer auf der Tanzfläche – und trinken weniger Alkohol.
Schloss Ende vergangenen Jahres: das Watergate (Foto: Marie Staggat)

Watergate: Padovicz-Gruppe kündigt neuen Club in den Räumen an

Das alte Watergate steht seit gut eineinhalb Jahren leer. Nun will Immobilienspekulant Gijora Padovicz einen „international erfolgreichen Clubbetreiber” als Mieter gewonnen haben.

Illegaler Rave in Luxemburg: 63 Personen stehen nach Polizeieinsatz vor Gericht 

Knapp ein Jahr nach der Räumung eines illegalen Raves im Norden Luxemburgs nimmt der Fall juristisch Fahrt auf. Wie die Tageszeitung Luxemburger Wort berichtet,...