Mit einer Petition demonstrieren Professor:innen und Studierende gegen die geplante Schließung des Klangkunst-Studiengangs an der Berliner Universität der Künste (UdK). Diese hatte zuvor angekündigt, ab dem kommenden Wintersemester alle Masterprogramme des Zentralinstituts für Weiterbildung und Transfer einzustellen. Neben den Studienrichtungen „Leadership in Digital Innovation” und „Music Therapy” wäre damit auch der einzige „Sound Studies and Sonic Arts”-Studiengang Berlins von einer Kürzung betroffen. Die Schließung ist Resultat einer „strategischen Neuausrichtung”, heißt es von der Hochschulleitung. Hauptursache seien veränderte rechtliche Rahmenbedingungen durch das novellierte Berliner Hochschulgesetz. Diese zwingen die UdK dazu, ihre Strukturen in der Weiterbildung „grundlegend” neu zu ordnen, was das Aus für die bisherigen Studienrichtungen bedeutet.
In dem offenen Brief und der Petition gegen die verkündete Schließung äußern sich Professor:innen, Verbündete sowie Studierende zu dem Fall. „Damit verliert die UdK Berlin als größte Kunstuniversität Europas mit ihrem Anspruch, mit über 70 Studiengängen das gesamte Spektrum der Künste abzudecken, nicht nur eine ganze Disziplin”, heißt es. Außerdem verliere „auch die Stadt Berlin, weltweit bekannt als Zentrum der Klangkunst und experimentellen elektronischen Musik, ihren einzigen Studiengang auf Hochschulniveau in diesem Bereich.”
In dem Studiengang sind derzeit 63 Studierende eingeschrieben, die sich intensiv mit medienbasierten Klangkünsten auseinandersetzen. Vermittelt werden dabei sowohl künstlerische als auch wissenschaftliche Perspektiven: von Sound Studies und musik- sowie kunsthistorischen Grundlagen über Medienästhetik und Hörtheorien bis hin zu akustischen Fragestellungen und moderner Audiotechnologie.
Sollten die Pläne umgesetzt werden, sei die Maßnahme unumkehrbar: „Einmal aufgelöst, kann diese gewachsene Struktur der Wissensvermittlung und der Etablierung künstlerischer Exzellenz nicht wiederhergestellt werden”, warnen Studierende wie Professor:innen in dem Brief. Aktuell akzeptiert die UdK keine neuen Bewerbungen mehr für die betroffenen Studiengänge. Die Erklärung verspricht jedoch, dass alle eingeschriebenen Studierenden ihren Abschluss erreichen werden.
Die Universität der Künste Berlin zählt zu den größten und renommiertesten Kunsthochschulen Europas. Sie vereint Studiengänge aus den Bereichen Bildende Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellende Kunst sowie Kunst- und Kulturwissenschaften und verbindet künstlerische Praxis mit theoretischer Forschung.
Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Petition über 3300 Unterschriften gesammelt. Den Link zur Teilnahme findet ihr hier.







