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Die Metro in Oldenburg: Club schließt nach 40 Jahren

Die Metro aus Oldenburg schließt nach 40 Jahren Betrieb. Nach einem Rohrbruch im Dezember 2024 kämpften die Betreiber:innen der ältesten Subkultur-Location der Stadt um die Wiedereröffnung, im darauffolgenden April kam es zum Insolvenzverfahren. Zuvor erschwerte die Corona-Pandemie die Situation. Trotz Reaktionen wie dem Anbieten von Workshops, einem Technikverleih, externen Kulturprojekten sowie staatliche Hilfen blieb ein finanzielles Loch bestehen, das die Metro-Betreiber:innen nun nicht mehr decken können.

Grund für die Schließung dürfte auch der Zustand des Gebäudes sein, in dem die Metro beherbergt war. Der Altbau in der Achternstraße stammt aus den 1920er Jahren und war an vielen Stellen marode und feucht. Philipp Bowitz, seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter, wollte die Räumlichkeiten modernisieren. Auch ein Fokus auf Diversität und Subkultur sowie neue Konzepte waren geplant. 2023 versuchte man außerdem, die Immobilie zu erwerben. Der zugesicherte Deal platzte. Nach dem Rohrbruch und der Wiedereröffnung setzten Personalmangel und volatile Gästezahlen die Betreiber:innen der Metro weiter unter Druck.

Die Metro entstand 1983 in einem Keller in der Achternstraße und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der zentralen Subkulturorte Oldenburgs. Der Club wurde zunächst von drei jungen Betreiber:innen aufgebaut und stand früh für ein breites, nichtkommerzielles Musikprogramm, das von New Wave und Synth-Pop über Indie und Gothic bis hin zu Hip-Hop, House und Techno reichte. Durch seine geringe Größe, den DIY-Charakter und das wechselnde Programm wurde die Metro zu einem festen Bestandteil der lokalen Nacht- und Musikszene in Niedersachsen. Über die Jahre fungierte sie nicht nur als Club, sondern auch als Treffpunkt für verschiedene Szenen, Veranstaltungsort für Konzerte und Kulturprojekte sowie als Raum, in dem sich alternative und queere Gruppen organisierten. Die Metro prägte damit über vier Jahrzehnte maßgeblich das kulturelle Profil der Stadt und galt als bedeutender Ort der Oldenburger Subkulturgeschichte.

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