Das Bachblyten Festival in Schleswig-Holstein reagiert auf Vorwürfe sexualisierter Gewalt. Die DJs Punching Polly und Sophie Cut haben deshalb ihren geplanten Gig kurzfristig abgesagt. In einem gemeinsamen Instagram-Statement begründen sie ihre Entscheidung damit, erst jetzt von „schwerwiegenden Vorwürfen gegen eine leitende Person aus dem Veranstaltungsteam des Festivals” erfahren zu haben.
Weitere Details zu den Vorwürfen nennen die DJs nicht. Stattdessen fordern sie Interessierte dazu auf, sich direkt an das Festival zu wenden und ein Statement einzufordern. An Besucher:innen richten sie die Worte: „Passt auf euch auf!”
Das Bachblyten Festival reagierte wenig später mit einer eigenen Stellungnahme und weist die Vorwürfe zurück. Die erhobenen Anschuldigungen seien falsch. Man habe aus verschiedenen Richtungen von den kursierenden Gerüchten erfahren, trotz wiederholter Nachfragen jedoch bislang weder konkrete Informationen noch nachvollziehbare Hintergründe erhalten.




Das Festival betont, Vorwürfe sexualisierter Gewalt grundsätzlich sehr ernst zu nehmen. Gleichzeitig wolle man zwischen konkreten Hinweisen und weitergetragenen Gerüchten unterscheiden und die Situation nicht über öffentliche Spekulationen austragen. Stattdessen suche das Team den direkten Austausch mit Personen, die über konkrete Informationen verfügten oder selbst betroffen seien.
In den Kommentaren unter dem Statement fällt die Resonanz überwiegend kritisch aus. Mehrere Nutzer:innen werfen dem Festival vor, mit der Stellungnahme die beschuldigte Person zu schützen.
Das Bachblyten Festival findet vom 24. bis 26. Juli 2026 auf dem Flugplatz Schwesing bei Husum statt. Auf vier Bühnen erwartet die Besucher:innen ein Programm aus Techno, Tech House, Indie Dance, Psy Techno, Goa und Drum’n’Bass. Zu den Headlinern gehören in diesem Jahr Maurice Mino, Sabura, Lampé und Fab Massimo.







