Die Kölner Open-Air-Location Südbrücke kann ihren Betrieb in diesem Sommer überraschend fortsetzen. Wie die Betreiber:innen über Instagram mitteilten, hat die Stadt Köln kurzfristig Genehmigungen für Konzerte, Märkte und weitere Veranstaltungen erteilt. Zuvor waren sämtliche Events aufgrund einer Ordnungsverfügung der Bauaufsicht abgesagt worden.
„Die Südbrücke spielt wieder!“, schreiben die Betreiber:innen. Nach dem „grandiosen Einsatz vieler Menschen aus Szene, Bevölkerung, Politik und Klubkomm e.V.“ seien in dieser Woche die erforderlichen Erlaubnisse erteilt worden. Damit sei der Weg für eine „hoffentlich reibungslose Restsaison“ frei.
Noch vor wenigen Tagen hatte die Bauaufsicht Veranstaltungen auf der Südbrücke untersagt. Hintergrund war eine geänderte rechtliche Bewertung eines NRW-Ministerialerlasses, der unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 25 Veranstaltungen pro Jahr ohne baurechtliche Einzelgenehmigung ermöglicht. Die Entscheidung hatte scharfe Kritik der Betreiber:innen, der Klubkomm, der Community sowie mehrerer Politiker:innen ausgelöst.
Nun bedankt sich die Südbrücke ausdrücklich auch bei der Bauaufsicht. Die Mitarbeitenden hätten die eingereichten Bauanträge „fast in Rekordzeit bearbeitet und positiv beschieden“.
Gelöst ist der Konflikt damit allerdings nicht. „Die Dauergenehmigung steht immer noch wie seit Jahren aus“, heißt es in dem Statement. Allerdings gebe es „dem Vernehmen nach Bewegung“. Auch die unterschiedliche Auslegung des NRW-Erlasses bleibt aus Sicht der Betreiber:innen ungeklärt. Gemeinsam mit der Klubkomm wolle man sich deshalb weiterhin für verlässliche Genehmigungsverfahren und bessere Rahmenbedingungen für die freie Club- und Festivalszene in Köln einsetzen.
Bereits am 26. Juli kehrt mit dem Zwischenmiete Open Air die elektronische Musik an die Südbrücke zurück. Auf dem Line-up stehen unter anderem Township Rebellion, EIK und youlaike.







