Spotify: Streamingdienst übernimmt Online-Datenbank WhoSampled

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Spotify hat WhoSampled gekauft. Die weltgrößte Online-Datenbank für Musiksamples soll Grundlage für das neue Spotify-Feature „SongDNA” sein und es Benutzer:innen ermöglichen, Mitwirkende, Cover und Samples in der App selbst tracken zu können. Details zur Übernahme wie die Kaufsumme sind bisher noch unbekannt.

Allerdings soll WhoSampled auch nach der Übernahme durch den schwedischen Streamingdienst als autonome Plattform fortbestehen und von den zusätzlichen Geldern profitieren, so Gründer Nadav Poraz. Außerdem ermögliche der Kauf von Spotify weitere Verbesserungen – unter anderem eine kostenfreie App sowie eine schnellere Bearbeitung von Inhalten. Die Datenbank von WhoSampled umfasst derzeit etwa 1,2 Millionen Songs und 600.000 Samples. Mit WhoSampled können Benutzer:innen Verbindungen zwischen Tracks und Samples nachverfolgen.

Trotz der versprochenen Verbesserungen ist die Stimmung in den Kommentarspalten fast ausschließlich negativ. Nutzer:innen befürchten, dass Spotify die Datenbank nutzen könnte, um Urheberrechtsverletzungen bei nicht lizenzierten Samples automatisiert aufzuspüren. Dies könnte katastrophale Folgen für die Sampling-Kultur haben.

Der Streaminganbieter Spotify beschließt mit dem Kauf ein ereignisreiches Jahr. Künstler:innen wie Massive Attack und Cindy Lee sowie Labels wie Kalahari Oyster Cult hatten 2025 ihre Musik von der Plattform zurückgezogen. Auslöser war die private Beteiligung des ehemaligen Spotify-CEOs Daniel Ek an Militärtechnologie. Hinzu kamen Kontroversen um Uploads von KI-Songs auf Profile verstorbener Künstler.

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