Jay Haze: DJ und Producer verstorben

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Jay Haze ist verstorben. Das teilte Marc Schneider in einem Instagram-Post mit. Zur Todesursache wurden bislang keine Angaben gemacht.

Jay Haze zog in den Nullerjahren von Philadelphia nach Berlin, wo er in der hiesigen Szene Fuß fasste. Nicht nur gründete er einflussreiche Labels wie Contexterrior oder dessen Sublabel Tuning Spork, sondern gelangte unter weiteren Aliassen wie Dub Cord oder in Gruppenkonstellationen wie Fuckpony oder Bearback zu Bekanntheit und veröffentlichte auf Plattformen wie BPitch, Get Physical oder Cocoon.

Jay Haze stand für einen jazzigen, minimalen Sound, den er als Fuckpony zu Beginn gemeinsam mit Samim kultivierte und der starre Konventionen spielerisch zu überwinden verstand. Er kollaborierte gleich mehrfach mit Ricardo Villalobos, etwa 2008 im Rahmen der Single Mellow Dee. 2005 veröffentlichte er sein Debütalbum Love For A Strange World, das Downtempo, Minimal, Dub und verzerrte Vocals in einem experimentellen Rahmen einte. 2009 mixte er die 47. Ausgabe der fabric-Reihe und schuf damit ein idiosynkratisches Zeitdokument des Minimal und Tech-House der späten Nullerjahre. Als Remixer trat er für Acts wie DJ Hell und P. Diddy in Erscheinung. 2014 erschien mit Finding Oriya, das er gemeinsam mit ESP produzierte, Jay Hazes letztes Album. Darauf kombinierte das Duo die Griffigkeit des Post-Minimal mit poppigen Melodien.

Marc Schneider beschreibt Jay Haze in seinem Kondolenz-Post als „kontroverse Figur, die wie viele Künstler mit ihren Dämonen kämpfte”, aber auch als „hingebungsvollen Freund”. „Die Techno- und House-Welt hat eine einzigartige Seele verloren, und ich habe einen Partner und Freund verloren. Ruhe in Frieden, Jay. Du wirst schmerzlich vermisst werden, aber deine Musik und dein Geist werden weiterleben”, heißt es am Ende des Textes.

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