Sónar Barcelona: Festival distanziert sich von Eigner KKR

Das Sónar Barcelona äußert sich erneut zu den Verstrickungen seiner Muttergesellschaft KKR in Israels Krieg in den palästinensischen Gebieten, nachdem eine Reihe von Künstler:innen, unter anderem Animistic Beliefs, Ikonika und Juliana Huxtable, abgesagt hatten.

„In den letzten Tagen haben wir zahlreiche berechtigte Nachrichten und Anfragen von Publikum, Künstlern, Institutionen und Partnerorganisationen erhalten”, heißt es in dem Post. „Wir verstehen, dass unser Versäumnis einer ausreichend klaren öffentlichen Reaktion auf eine so ernste humanitäre Lage Unbehagen und Besorgnis ausgelöst hat.” Die Lage der Zivilbevölkerung löse auch beim Festival-Team Betroffenheit aus.

„Die Beteiligung von KKR als Investor im Festivalsektor hat verständlicherweise Fragen aufgeworfen und Unsicherheit verursacht”, heißt es dort weiter. „Wir möchten ausdrücklich klarstellen, dass Sónar sich von den Maßnahmen von KKR distanziert. Wir haben keinen Einfluss auf deren Investitionen und Entscheidungen und kontrollieren diese selbstverständlich auch nicht.”

Ein erstes Statement veröffentlichte Sónar in der vergangenen Woche als Reaktion auf einen offenen Brief, den auch Künstler:innen unterschrieben, die auf dem Festival hätten spielen sollen, wie zum Beispiel Florentino, Objekt, DJ Haram und Kode9.

Auf Forderungen, sich den Werten der BDS-Kampagne zu verpflichten, und etwa die Zusammenarbeit mit Firmen wie Coca Cola oder McDonald’s aufzukündigen, reagiert das Festival allerdings nicht.

200 Künstler:innen hatten in der vergangenen Woche in einem offenen Brief an das Field Day Festival und dessen Eigentümer Superstruct Entertainment Aufarbeitung und Transparenz bezüglich der Beteiligung der Private-Equity-Firma KKR gefordert. Einen Tag später veröffentlichte das Field Day ein Statement, ausgelöst durch die Absagen zahlreicher Künstler:innen wie Roza Terenzi, Spray und Midland.

Wie das Field Day Festival in London wird das Sónar Festival von Superstruct Entertainment betrieben, das 2024 wiederum von KKR übernommen wurde. KKR steht in der Kritik, weil die Firma Anteile an Waffenherstellern, der Coastal-Gas-Link-Pipeline und mehreren israelischen Unternehmen hält, die in den besetzten palästinensischen Gebieten tätig sind. Boiler Room, ebenfalls von Superstruct Entertainment betrieben, hat sich bereits von den KKR-Investments im Nahen Osten distanziert.

Am Morgen des heutigen Mittwochs veröffentlichte das auch von Superstruct/KKR betriebene Festival DGTL ein ähnliches Statement.

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