Benjamin Damage (Foto: Presse)

Benjamin Damage ist kein Mann für halbe Sachen. Von Produzent*innen, deren Werke zum Teil unfertig und wenig durchdacht anmuten, ist er weit entfernt. In den letzten zehn Jahren veröffentlichte der Brite mit Wohnsitz in Berlin zwei Alben auf 50Weapons, hinzu kommen diverse EPs auf dem Monkeytown-Sublabel, R&S, Feel My Bicep und Figure. Nun meldet er sich mit Deep Space Transit zurück. Die Platte wird über die Arts-Reihe Arts Collective herausgegeben. Wie für das Label des Italieners Emmanuel üblich, wollen auch diese vier Tracks im Club gespielt werden. Wenngleich das zur Zeit selbstverständlich nicht möglich ist, wissen sie trotzdem zu überzeugen.

Die EP bietet mal mehr, mal weniger verspielte Momente auf klarer Techno-Basis. Der Titeltrack „Deep Space Transit” stellt hier das wohl konsequenteste Stück dar. In klassischer Benjamin-Damage-Manier führt eine leicht verhallte Four-To-The-Floor-Kickdrum durch den Track, unterstützt durch futuristische Synth-Akzente. Wie so häufig weht auch in dieser Produktion ein Hauch von verträumter Melancholie mit. In der zweiten Hälfte kündigen sich pointierte Arpeggios an, die dann doch wieder zurücktreten und in eine unterschwellige Bassline mit Acid-Charakter münden. Damage lässt sich in der Percussion zu keinen großen Experimenten hinreißen, sondern reduziert sie stattdessen auf das Nötigste. Auch wenn er hier das Rad nicht neu erfindet, stellt Benjamin Damage mit dieser EP mal wieder sein Händchen für unverfälschten Techno unter Beweis.

Hier geht es zu unserer exklusiven Trackpremiere von „Deep Space Transit”:

Benjamin DamageDeep Space Transit (Arts)

A1. Deep Space Transit
A2. Liquid Metal
B1. Signal Intrusion
B2. International 4600

Format: Vinyl & Digital
VÖ: Juni 2020