Der Zug der Liebe wird 2026 nicht wie geplant durch Berlin ziehen. Das bestätigte Veranstalter Jens Schwan gegenüber der GROOVE. Die für den 29. August angesetzte Demonstration fällt damit aus – nach eigenen Angaben wegen des Anschlags auf den Christopher Street Day.
Man wolle in diesem Kontext nicht „Toleranz und Nächstenliebe feiern”, so Schwan. Als problematisch gelte vor allem, dass die Demo-Strecke erneut durch den Tiergarten geführt hätte, den Tatort von vergangener Woche. Auch das „ungute Gefühl” passe nicht zur Grundidee der Veranstaltung.
Entgegen anderer Berichte habe die Absage nicht mit organisatorischen Problemen zu tun. Außerdem habe man keine finanziellen Schwierigkeiten. „Unser Konto ist voll”, sagt Schwan. Er räumt allerdings „kleine Probleme” mit Dienstleistern ein. Dadurch seien 70 Prozent der diesjährigen Wagen weggebrochen. Und: Die nicht genehmigten 95 Dezibel hätten dafür gesorgt, dass „Lastenräder mit Bluetoothboxen lauter als die LKWs [der Parade, d.Red.]” gewesen wären.
Statt der klassischen Route schließt sich der Zug der Liebe nun unter dem Motto „Zug der Liebe goes RAW” der parallel stattfindenden Kundgebung zum Erhalt des RAW-Geländes an – mit verbliebenen Trucks eher als Kundgebung denn als rollende Parade. „Die Polizei kann das Gelände weitaus besser sichern als im Tiergarten – alle sind safe”, so Schwan.
Übrigens: Den Abschluss der Kundgebung am 29. August macht eine Afterparty im Ritter Butzke mit Kollektiven wie Sachsentrance, Polyamor und Basstronauten/Ostfunk.







