Humboldthain: Berliner Club sagt nach CSD–Anschlag Demo ab 

Das Humboldthain hat seine für den 1. August geplante „Save the Humbi”-Demo für den Erhalt des Clubs auf einem unbekannten Zeitpunkt verschoben. Die Demonstration vom Rathaus Wedding zum Club sollte ein Zeichen für den Erhalt von Clubkultur und kulturellen Freiräumen setzen.

In einem Instagram-Statement nennt das Team des Clubs den Anschlag auf den CSD als einen Grund für die Entscheidung. Einige DJs und Gäste hätten ihre Teilnahme abgesagt, zudem sei es „Zeit für Trauer und Reflexion”. Darüber hinaus verweist der Club auf einen Vorfall am Tag vor dem Anschlag, bei dem Flaschen von einem S-Bahnsteig auf Gäste geworfen worden seien. Die Ereignisse wolle man zunächst untersuchen.

Screenshot: Instagram @humboldthainclub

Außerdem kritisieren die Organisator:innen die behördliche Auflagen, die nach eigener Darstellung den Betrieb erschweren würden. „Nachdem wir den Skandal um den Grundstückstausch öffentlich gemacht haben, bringt das Netzwerk um Baustadtrat Gothe das Ordnungsamt in Stellung”, heißt es in der Pressemeldung. „Wir bekommen vollkommen absurde Auflagen aufgedrückt, die zur Clubschließung führen könnten. So darf die Schlange vor dem Laden nur noch 20 Leute betragen und draußen dürfen nicht mehr als 38 Leute sitzen. Das ist reine Schikane und wir rechnen mit weiteren Auflagen oder gar einer Razzia. Wir sondieren das und werden uns zur Wehr setzen”, heißt es dort weiter.

Nach dem CSD-Anschlag müssen Veranstaltende in ganz Deutschland ihre Sicherheitskonzepte überdenken. Rave-The-Planet-Initiator Dr. Motte äußerte sich in einem Instagram-Statement zu den zahlreichen Nachfragen bezüglich des Stattfindens der geplanten Parade. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht aus unserer Sicht keine Veranlassung, die Parade abzusagen”, heißt es in dem Post.

Foto: Instagram ravetheplanet
Screenshot: Instagram @ravetheplanet

Gleichzeitig betont das Organisationsteam, dass zunächst interne Abstimmungen mit den zuständigen Sicherheitsbehörden notwendig seien. Verbindliche Aussagen könnten erst getroffen werden, wenn die Gespräche abgeschlossen und die verfügbaren Informationen ausgewertet worden sind.

Hamburg bereitet sich derweil auf dem CSD am kommenden Wochenende vor. Veranstalter, das Bezirksamt Hamburg-Mitte, Polizei und Sicherheitsdienste haben das bestehende Sicherheitskonzept überprüft und beraten, welche zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz der Veranstaltung umgesetzt werden können, meldet Schwulissimo. Die Zahl der Einsatzkräfte soll erhöht werden, das Sicherheitskonzept wird entsprechend ergänzt. Laut Polizei gibt es derzeit aber keine konkreten Hinweise auf eine Anschlagsgefahr in Hamburg. Die Polizei in Hamburg will den CSD mit mehr Personal schützen, erwartet werden rund 250.000 Menschen bei der Demonstration vom Steindamm bis zum Jungfernstieg.

News

Weiterlesen

Illegaler Rave in Luxemburg: 63 Personen stehen nach Polizeieinsatz vor Gericht 

Knapp ein Jahr nach der Räumung eines illegalen Raves im Norden Luxemburgs nimmt der Fall juristisch Fahrt auf. Wie die Tageszeitung Luxemburger Wort berichtet,...

Illegaler Rave in Luxemburg: 63 Personen stehen nach Polizeieinsatz vor Gericht 

Knapp ein Jahr nach der Räumung eines illegalen Raves im Norden Luxemburgs nimmt der Fall juristisch Fahrt auf. Wie die Tageszeitung Luxemburger Wort berichtet,...

Schlag gegen Darknet-Drogen: Anklage gegen mutmaßlichen Betreiber von „Archetyp Market” erhoben

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen einen 31-jährigen Deutschen erhoben, der als Gründer des Darknet-Marktplatzes „Archetyp Market” gilt. Dem Mann wird vorgeworfen,...

Nach zwei Todesfällen: Ungarisches Psytrance-Festival vorzeitig beendet 

Ein Herzstillstand, ein Sturz von einer Bühnendekoration: Beim Ozora Festival in Ungarn sterben zwei Menschen. Die Veranstalter ziehen Konsequenzen.

Musik-KI-Anbieter Suno vor Gericht: GEMA setzt sich durch 

Der KI-Musikgenerator Suno verletzt Urheberrechte. Das entschied die 42. Zivilkammer des Landgerichts München am 31. Juli 2026.  Konkret stellte die Kammer unter Vorsitz von Richterin...

arkaoda: Berliner Szenebar schließt Ende August – Betreiber suchen nach Nachfolge

Der Berliner Club und Kulturraum arkaoda stellt nach fast neun Jahren seinen Betrieb ein. Die Gründer wollen sich neuen Projekten widmen.

John ‚Jammin’ Collins: Underground-Resistance-Elder-Statesman verstorben

John ‚Jammin‘ Collins hielt die Techno-Szene von Detroit zusammen. In unserem Nachruf erfahrt ihr, wie er die Musiklandschaft der Stadt für ein halbes Jahrhundert mitgestaltete.

Nach Anschlag auf CSD: Feier-Demo „Zug der Liebe” abgesagt

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day unterstützt der Zug der Liebe nun die Kundgebung für den Erhalt des RAW-Geländes.

Studio 54: ARTE zeigt Doku über legendären New Yorker Club

Der Dokumentarfilm blickt auf Aufstieg und Fall des legendären Nachtclubs Studio 54 und die Disco-Kultur der 1970er-Jahre.

Aphex Twin: Vinyl-Reissue von „Drukqs” angekündigt

25 Jahre nach dem Release wird „Drukqs“ erstmals auf Vinyl neu aufgelegt. Warp Records veröffentlicht zudem CD- und Kassetten-Versionen.

Schlag gegen Darknet-Drogen: Anklage gegen mutmaßlichen Betreiber von „Archetyp Market” erhoben

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen einen 31-jährigen Deutschen erhoben, der als Gründer des Darknet-Marktplatzes „Archetyp Market” gilt. Dem Mann wird vorgeworfen,...

Nach zwei Todesfällen: Ungarisches Psytrance-Festival vorzeitig beendet 

Ein Herzstillstand, ein Sturz von einer Bühnendekoration: Beim Ozora Festival in Ungarn sterben zwei Menschen. Die Veranstalter ziehen Konsequenzen.

Musik-KI-Anbieter Suno vor Gericht: GEMA setzt sich durch 

Der KI-Musikgenerator Suno verletzt Urheberrechte. Das entschied die 42. Zivilkammer des Landgerichts München am 31. Juli 2026.  Konkret stellte die Kammer unter Vorsitz von Richterin...

arkaoda: Berliner Szenebar schließt Ende August – Betreiber suchen nach Nachfolge

Der Berliner Club und Kulturraum arkaoda stellt nach fast neun Jahren seinen Betrieb ein. Die Gründer wollen sich neuen Projekten widmen.
John E. Collins (Foto: Unbekannt)

John ‚Jammin’ Collins: Underground-Resistance-Elder-Statesman verstorben

John ‚Jammin‘ Collins hielt die Techno-Szene von Detroit zusammen. In unserem Nachruf erfahrt ihr, wie er die Musiklandschaft der Stadt für ein halbes Jahrhundert mitgestaltete.

Nach Anschlag auf CSD: Feier-Demo „Zug der Liebe” abgesagt

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day unterstützt der Zug der Liebe nun die Kundgebung für den Erhalt des RAW-Geländes.
Performer tragen Fässer im legendären Studio 54 in New York

Studio 54: ARTE zeigt Doku über legendären New Yorker Club

Der Dokumentarfilm blickt auf Aufstieg und Fall des legendären Nachtclubs Studio 54 und die Disco-Kultur der 1970er-Jahre.

Aphex Twin: Vinyl-Reissue von „Drukqs” angekündigt

25 Jahre nach dem Release wird „Drukqs“ erstmals auf Vinyl neu aufgelegt. Warp Records veröffentlicht zudem CD- und Kassetten-Versionen.