Tiefbasskommando: Gruppe trennt sich aufgrund schwerer Vorwürfe von Rapper Eisberg

Tiefbasskommando hat sich von Eisberg getrennt. Die Berliner Crew verkündete die Nachricht am Mittwochabend per Instagram-Post. Als Begründung nennt die Band „Machtmissbrauch, das Überschreiten von Grenzen und den Missbrauch von Vertrauensverhältnissen”.

Man verurteile solches Verhalten unabhängig davon, aus welcher Richtung es komme – „ausdrücklich auch aus den eigenen Reihen”, wie es im Statement heißt. Für so etwas sei innerhalb der Crew kein Platz. Details zu den konkreten Vorwürfen liefert die Band bewusst nicht. Man befinde sich in einem professionell begleiteten Aufarbeitungsprozess. Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen hätten Vorrang vor jeder öffentlichen Aufarbeitung. Eine ausführlichere Einordnung solle folgen, sobald der Prozess das zulasse. Kommentare unter dem Post bleiben zwar offen, Mobbing und Doxxing wolle man aber nicht dulden.

Ganz überraschend kommt der Rauswurf nicht. Bereits Ende April 2026 hatte Eisberg in einer eigenen Instagram-Story sein Fehlverhalten eingeräumt und seinen Drogenkonsum als Mitursache genannt. Parallel kursieren seit Wochen auf Plattformen wie Reddit deutlich schärfere Vorwürfe gegen ihn, die bislang jedoch weder von der Band noch von Eisberg selbst im Detail bestätigt wurden.

Außerdem gibt es innerhalb der Crew bereits einen Präzedenzfall. Im September 2025 hatte Tiefbasskommando nach Gewaltvorwürfen gegen einen früheren, nie offiziell zur Crew zählenden Mitwirkenden gemeinsame Tracks mit ihm von den Streamingplattformen entfernt.

Tiefbasskommando ist eine deutsche Underground-Hip-Hop-Gruppe aus Berlin. Musikalisch bewegen sie sich zwischen der „Asozial Allstars”-Ära der 102 Boyz und provokanten Texten à la K.I.Z, dazu Beats im Stil von Frauenarzt mit Berliner Techno-Einfluss. Auf der Bühne und in Videos tritt die Crew ausschließlich maskiert auf. Teil der Gruppe ist auch Rapperin und DJ SHOKI287.

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