Tiefbasskommando: Tracks nach Gewaltvorwürfen gegen früheren Mitwirkenden entfernt

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Das Kollektiv Tiefbasskommando hat einige Tracks bearbeitet oder sogar vollständig von Streamingplattformen entfernt. Das gab die Berliner Underground-Hip-Hop-Gruppe in Instagram-Storys bekannt. Hintergrund sind Vorwürfe psychischer, verbaler und physischer Gewalt gegenüber Frauen durch einen früheren Mitwirkenden.

In dem Statement betont die Gruppe, dass ihr diese Informationen von Betroffenen zugetragen wurden und sie sich bewusst entschieden hätte, öffentlich Stellung zu beziehen. Zudem macht sie deutlich, dass die betreffende Person nie Teil von Tiefbasskommando war und auch finanziell nicht von dem Projekt profitiert hat.

Um wen es sich konkret handelt, gibt das Kollektiv nicht bekannt. In den sozialen Netzwerken wird jedoch bereits spekuliert. Zu den Tracks, die nicht mehr auf Spotify auffindbar sind, gehören „Pinocchio” und „Amy Scheisshaus”. Andere Tracks wie „Intro 3” oder „Unsichtbar“ wurden überarbeitet.

Die Einnahmen aus den betroffenen Tracks will das Kollektiv an Frauenhäuser in Berlin spenden, um Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen und deutlich zu machen, dass Wegschauen keine Option ist.

Tiefbasskommando ist ein Berliner Kollektiv. Zu den Mitgliedern gehören Shoki, Eisberg, Don Juan, MC Kneipenkrieger (MCK), Retado und Double G. Bekannt wurden sie für ihre Mischung aus Rap, Hip-Hop und Techno sowie ihr auffälliges Auftreten mit Skimasken.

Statement aus der Instagram-Story von Tiefbasskommando (Foto: Privat)
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