Der Fotograf Chris Noltekuhlmann widmet sich in seinem jüngst veröffentlichten Bildband den Gesichtern hinter Berlins Clubkultur. Berlin Night Afterglow versammelt mehr als 200 Porträts von Clubgänger:innen, DJs, Künstler:innen, Türsteher:innen und weiteren Akteur:innen des Nachtlebens. Viele der Aufnahmen entstanden unmittelbar nachdem die Porträtierten die Clubs verlassen hatten.
Statt die Exzesse oder die ikonischen Orte des Berliner Nachtlebens zu dokumentieren, konzentriert sich Noltekuhlmann auf die Protagonist:innen dieser Orte. Dabei setzt er auf eine reduzierte Ästhetik – ein schlichter Studiohintergrund in seinem Fotostudio in Berlin-Moabit. Noltekuhlmann legt den Fokus damit bewusst auf die Gesichter, Haltungen und Emotionen der Porträtierten.

„Mit Berlin Night After Glow wollte ich eines der weltweit meist mythologisierten kulturellen Ökosysteme dokumentieren“, erklärt Noltekuhlmann. Die Einfachheit des Settings ermöglicht es, die Persönlichkeiten und emotionalen Nachwirkungen stundenlanger Club-Erlebnisse sichtbar zu machen.
Ergänzt werden die Fotografien durch einen einleitenden Essay sowie mehrere Interviews der Autorin und Resident-Advisor-Kolumnistin Cassidy George. Gemeinsam zeichnen sie ein Bild der Berliner Clubkultur, das über die üblichen Klischees von Hedonismus und Exzess hinausgeht und die Menschen in den Vordergrund stellt, die diese Szene prägen.
Der beim Kehrer Verlag erschienene Bildband umfasst 208 Seiten und versteht sich als Momentaufnahme einer Kultur, die seit 2024 ins Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes anerkannt ist. Noltekuhlmann, der bereits mit Timothée Chalamet und Gisele Bündchen zusammenarbeitete, liefert damit ein vielschichtiges Porträt einer Szene, die weltweit als Symbol für Freiheit, Vielfalt und Selbstentfaltung gilt.

Berlin Night Afterglow
Chris Noltekuhlmann
Texte von Cassidy George
Gestaltet von Kevin Liebigt
Festeinband mit Kunstleder, Titelschild und Prägung
24,5 x 31,5 cm
208 Seiten
185 Farbabbildungen
Englisch
Preis: 58 Euro







