„Living for the City”: Doku zeigt Detroiter Einfluss auf Musikkultur

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Die neue Doku-Serie Living for the City erzählt die Musikgeschichte Detroits und von den Menschen, die sie geprägt haben. Moderator Hanif Abdurraqib, ein mehrfach ausgzeichneter Autor und Essayist, verbindet persönliche Erinnerungen, Stadtgeschichte und Musikgeschichte zu einem Porträt einer Stadt, deren Klang aus Fabrikhallen, Bars, Clubs und Arbeitervierteln entstanden ist.

Gleich in der ersten Folge kommt unter anderem der Techno-Visionär Kevin Saunderson zu Wort, der als Mitglied der Belleville Three Detroit Techno entscheidend mitprägte. Auch Carl Craig, dessen Produktionen maßgeblich dazu beitrugen, Techno weit über die Grenzen Detroits hinaus bekanntzumachen, tritt in Living for the City auf.

Kevin Saunderson (Foto: Presse)
Kevin Saunderson (Foto: Presse)

„Die Musik war für uns die Chance, aus den Strukturen der Arbeiterklasse auszubrechen. Wir wollten unseren Eltern beweisen, dass Musik auch ein Lebensentwurf sein kann”, erinnert sich Carl Craig an seinen Karriereanfang.

Nicht nur die elektronische Musik und ihre Wegbereiter finden Platz in der Dokumentation. So erklärt Musikproduzent Berry Gordy IV, wie sein Vater Berry Gordy das Erfolgsmodell von Motown Records an die Arbeitsweise der Autoindustrie anlehnte. Auch Musiker Don Was erinnert sich an kleine Barauftritte für wenige Dollar, lange bevor er zu einem der wichtigsten Produzenten der Musikbranche wurde.

Die Dokumentationsreihe, die sich auf den gleichnamigen Titel von Stevie Wonder bezieht, umfasst insgesamt acht Folgen. In der zweiten Episode begibt sich Hanif Abdurraqib auf die Reise durch die legendären Clubs und Konzertorte Detroits – Schauplätze, an denen zahlreiche Künstler der Industriestadt ihre ersten Konzerte spielten, bevor sie später zu Weltstars wurden.

Detroit gilt als einer der einflussreichsten Katalysatoren der globalen Popkultur, dessen Innovationskraft auf den Extremen seiner eigenen Stadtgeschichte fußt. In den Sechzigern revolutionierte das dort gegründete Label Motown Records die Musikwelt. In den Achtzigern fusionierten afroamerikanische Jugendliche – allen voran die als Belleville Three bekannten Pioniere Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saunderson – den Soul und Funk ihrer Eltern mit den europäischen Synthesizerklängen von Bands wie Kraftwerk zu Detroit Techno.

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