Native Instruments: Berliner Musiksoftware-Firma ist insolvent

Nachdem Ende Januar bekannt geworden war, dass Native Instruments ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet hat, wurde nun das tatsächliche Insolvenzverfahren eröffnet. Davon sind auch die Partnerfirmen iZotope, Plugin Alliance und Brainworx betroffen.

Diese Nachricht gibt CEO Nick Williams im Firmenblog bekannt.  Bisher wurden Vermögenswerte gesichert. Nun geht es darum, Schuldner:innen zu befriedigen und einen Käufer zu finden – andernfalls wird die Firma für digitale Musikinstrumente abgewickelt.

Williams versucht, diese Ungewissheit als harmlos darzustellen. Der Support laufe gewohnt weiter, ebenso die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte und Funktionen. „Wir arbeiten gewissenhaft und verantwortungsbewusst daran, Native Instruments eine gesunde und finanziell tragfähige Zukunft zu sichern”, sagte Williams Ende Januar, und daran ändere sich nichts. Man suche aktiv nach Investor:innen aus dem Audio- und Technologiebereich.

Native Instruments wurde 1996 in Berlin gegründet und gilt heute als einer der weltweit bedeutendsten Hersteller von Software und Hardware für Audioproduktion und DJing. Zu den maßgeblichen Produkten der Firma gehören Komplete, Kontakt, Massive, Maschine und Traktor.  

Mittlerweile hat Native Instruments Standorte auf der ganzen Welt, etwa in Los Angeles, London, Tokio, Paris oder Shenzhen. 2021 übernahm der Technologie-Investor Francisco Partners das Unternehmen von den Gründern und machte es zu einem Teil der Soundwide-Gruppe, die aber 2023 schon wieder aufgelöst wurde. Seit 2023 gehören auch die anderen Soundwide-Partner iZotope, Plugin Alliance und Brainworx zu Native Instruments. Francisco Partners hat das Interesse am Thema Musiksoftware offenbar verloren – man möchte wohl kein Kapital mehr in die Firma schießen.

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