Native Instruments: Vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt

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Native Instruments, bekannt für Software- und Hardware-Instrumente wie Maschine, Komplete oder Traktor, hat laut offiziellen Insolvenzbekanntmachungen ein vorläufiges Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt.

Prof. Dr. Torsten Martini wurde als Insolvenzverwalter bestellt, der nun die Vermögenswerte sichert und prüft, ob eine Sanierung oder ein Verkauf des Unternehmens möglich ist. Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter, Konsequenzen für die Mitarbeiter:innen und Nutzer:innen sind noch nicht abzusehen. Eine Stellungnahme von Seiten von Native Instruments steht noch aus. Das Berliner Unternehmen gehört mehrheitlich der global tätigen Investmentfirma Francisco Partners, die Native Instruments 2021 übernommen hat.

Das vorläufige Insolvenzverfahren ist ein im deutschen Insolvenzrecht vorgesehener Zwischenschritt zwischen Antragstellung und der Entscheidung über die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens. Native Instruments ist dabei in seiner finanziellen Handlungsfreiheit eingeschränkt. Vollstreckungen durch Gläubiger, die die Pfändung von Konten oder die Beschlagnahmung von Vermögenswerten beinhalten, sind aber vorerst ausgeschlossen. Ziel des Verfahrens ist es, mögliche Wege zur positiven Fortführung des Unternehmens zu prüfen, darunter Sanierungsmaßnahmen, strukturelle Anpassungen wie Entlassungen oder den Verkauf einzelner Unternehmensteile, während der operative Betrieb zunächst weiterläuft.

Native Instruments wurde 1996 gegründet und ist seitdem als Entwickler, Hersteller und Anbieter von Musiksoftware und -hardware international etabliert, insbesondere in den Bereichen Musikproduktion und DJing. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Berlin und unterhält weitere Standorte unter anderem in Los Angeles, London, Tokio, Paris und Shenzhen. Zu den bekanntesten Produkten zählen der Controller Maschine oder die DJ-Software Traktor.

In den vergangenen Jahren wurde das Unternehmen unter dem Dach von Francisco Partners zu einem größeren Verbund ausgebaut: Zu Native Instruments gehören die Musikfirmen iZotope, Plugin Alliance und Brainworx. Während dieses Prozesses kam es wiederholt zu strukturellen Veränderungen und strategischen Neuausrichtungen. Welche Konsequenzen die Insolvenz von NI für die anderen Firmen hat, ist ebenfalls unklar.

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