Nach Übernahme durch inMusic: Rund 100 Entlassungen bei Native Instruments

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Etwa zwei Monate nach der Übernahme von Native Instruments durch inMusic gibt es die ersten tiefgreifenden Einschnitte: Am Berliner Standort sollen rund 100 Mitarbeiter:innen ihre Jobs verloren haben. Nach Berichten ehemaliger Beschäftigter sind Entlassungen in nahezu allen Unternehmensbereichen erfolgt. Eine offizielle Bestätigung von inMusic oder Native Instruments zu den Entlassungen gibt es bislang nicht, jedoch lässt die Vielzahl der Berichte kaum Zweifel an den Vorgängen.

Besonders drastisch fällt der Stellenabbau offenbar im Kundensupport aus. Laut einem ehemaligen Mitarbeiter wurde das gesamte Support-Team entlassen. Hintergrund soll die Strategie von inMusic sein, den Kundenservice konzernweit zu zentralisieren und markenübergreifend zu organisieren. Ein im Synth-Anatomy-Beitrag zitierter Ex-Mitarbeiter schreibt: „Das betraf fast alle Abteilungen [etwa 100 Mitarbeiter:innen]. Ich habe erfahren, dass das gesamte Kundensupport-Team entlassen wurde.“ Besonders kritisch fällt auch das Fazit eines weiteren Ex-Mitarbeiters zur aktuellen Situation aus: „Die Kunden spielen im Moment keine Rolle, egal was man über das Unternehmen hört oder liest.“ Diese Social-Media-Beiträge lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen. 

Auch in der Entwicklung soll es erhebliche Einschnitte geben. Mehrere Beschäftigte aus der Hardware-Abteilung wurden demnach zunächst bis September bezahlt freigestellt. Anschließend sollen ihre Aufgaben voraussichtlich auf andere Unternehmen innerhalb des inMusic-Konzerns übertragen werden.

Nachdem das Berliner Musiksoftware-Unternehmen im März 2026 ein Insolvenzverfahren eröffnet hatte, übernahm inMusic den Hersteller im Mai gemeinsam mit den damaligen Schwesterunternehmen iZotope, Plugin Alliance und Brainworx. Damals betonte der neue Eigentümer noch, Produkte, Plattformen und Kundensupport würden unverändert weitergeführt. 

Parallel zu den Umstrukturierungen hat Dirk Ulrich, Gründer von Brainworx und Plugin Alliance, beide Unternehmen über seine neue Firma RCKFRC von inMusic zurückgekauft. In einem offenen Brief bezeichnet er die Übernahme „nicht als Neustart, sondern als Fortsetzung mit erneuertem Fokus und erneuerter Verantwortung“. Nach seinen Angaben bleiben bestehende Lizenzen gültig und die Entwicklung der Produkte wird fortgesetzt.

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