Vaporwave: Doku erforscht Ursprünge des Genres

Mit Nobody Here | ‚The Story Of Vaporwave‘ ist eine knapp zweistündige Doku über die Ursprünge des Subgenres Vaporwave erschienen. Die Macher des in Wales ansässigen Labels My Pet Flamingo beschreiben darin die Entwicklung von einer experimentellen Online-Subkultur zu einer vielschichtigen musikalischen Strömung. Der Film untersucht die starke Abhängigkeit des Genres von Sampling, Nostalgie und digitalen DIY-Ästhetiken. Zudem hebt er die einzigartige Gemeinschaft von Künstler:innen hervor, die das Internet als kreative Leinwand nutzen, um elektronische Musik für sich neu zu definieren.

Nobody Here ist die bislang umfangreichste Dokumentation über das Genre und wird aus den Perspektiven der Personen erzählt, die es geprägt haben. Darunter Künstler:innen, Autor:innen, Labels und auch Fans. Im Film kommen über 50 Akteure:innen wie George Clanton oder Saint Pepsi, aber auch Labelmacher:innen und Journalist:innen zu Wort.

Vaporwave ist ein Musikgenre, das Anfang der Zehnerjahre entstand. Der Stil basiert häufig auf Samples aus Popmusik der Achtziger oder Werbung, die verfremdet werden, sodass ein verträumter, leicht verzerrter Klang entsteht. Parallel dazu entwickelte sich eine markante Bildsprache mit Retro-Elementen wie VHS-Optik. Inhaltlich transportiert Vaporwave häufig eine ironische oder kritische Perspektive auf Konsumkultur, Kapitalismus und digitale Nostalgie. Das Genre verbreitete sich vor allem über Plattformen wie Tumblr, YouTube und Bandcamp. Ein prägendes Album ist Floral Shoppe von Vektroid.

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