K-Club bei Straßburg: 750 Partygäste werden aus brennendem Club evakuiert

Während einer Party in der Diskothek K-Club in Kehl bei Straßburg kam es am frühen Sonntagmorgen zu einem Brand. Mindestens 750 Gäst:innen waren vor Ort und mussten evakuiert werden. Drei der Anwesenden mussten vom Rettungsdienst behandelt werden, Schwerverletzte gibt es offenbar nicht.

Allerdings mussten viele der Evakuierten stundenlang vor dem Club warten, bevor sie nach Straßburg zurückfahren konnten, weil PKWs von Einsatzfahrzeugen blockiert und Taxis nicht verfügbar waren. Auch am Sonntagmittag war der Brand noch nicht endgültig gelöscht, die Feuerwehr suchte mit schwerem Gerät nach Glutnestern in der Ruine des Clubs.

Der abgebrannte Eingang zum K-Club am nächsten bei Tag (Foto: Stadt Kehl (Kehl.de))

Ein Besucher des Clubs berichtet gegenüber Dernières Nouvelles d’Alsace, die Ursache des Brands sei ein Feuerwerkskörper auf einer Champagnerflasche gewesen. Kellner:innen hätten mehrere so ausgestattete Flaschen in den VIP-Bereich getragen. Bei der Explosion streifte wohl ein Feuerwerkskörper die Decke und entfachte sofort Flammen.

„Eine Frau rief dann: ‚Raus hier, es brennt!’ Kurz darauf nahm jemand das Mikrofon, um die Notausgänge zu zeigen und die Gäste zu lotsen”, berichtet der 25-jährige Léo. „Die Evakuierung verlief sehr schnell”, erklärte er der Polizei. „Ich habe keine Massenpanik beobachtet, aber der Rauch breitete sich beeindruckend schnell aus. In weniger als fünf Minuten gelang es uns, das Gebäude durch einen Notausgang zu verlassen.”

80 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und des Rettungsdienstes waren vor Ort (Foto: Stadt Kehl (kehl.de))

Von außen war nach Léos Angaben weiterhin zu beobachten, wie der auch bei Feierfreudigen aus Frankreich sehr beliebte Club völlig in Flammen aufging. 80 Beamte der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren alarmiert worden, um einzugreifen.

Auch wenn Bilder das Gegenteil vermuten lassen, handele es sich ausschließlich um einen Sachschaden, gibt der K-Club in einem Instagram-Post an. Weiterhin gelang die schnelle Evakuierung „dank der Professionalität und der Reaktionsfähigkeit unseres Teams, aber auch dank des vorbildlichen Verhaltens unserer Gäste.” Der Club bedankt sich für alle Nachrichten, die man erhalten habe. Auch in den Kommentaren zeigen viele Menschen ihr Mitgefühl und lobten das schnelle Statement und die erfolgreiche Rettung der Gäst:innen.

Der K-Club fasst bis zu 1.500 Personen und ist in einem Industriegebiet der Kleinstadt Kehl gelegen. Weil Kehl nur einige Kilometer vom französischen Straßburg entfernt ist, stammt die Mehrheit der Besucher:innen von dort. Veranstaltungen locken vor allem Fans von Afro-Beats und Hip-Hop. Der durch den Brand entstandene Schaden wird erst in den kommenden Tagen vollends einzuordnen sein.

Die Ruinen des K-Clubs bei Tag, als das Feuer noch immer nicht unter Kontrolle war (Foto: Stadt Kehl (kehl.de))

Der Vorfall erinnert nicht zuletzt aufgrund der gleichen Ursache an die Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana. In der Bar Le Constellation wurden 116 Personen zum Teil schwer verletzt, 40 weitere kamen ums Leben.

News

Weiterlesen

Frankreich: Regierung verschärft Kurs gegen illegale Raves

Mit Haft, Bußgeldern und Beschlagnahmungen nimmt die französische Regierung Free-Partys künftig stärker ins Visier.

Frankreich: Regierung verschärft Kurs gegen illegale Raves

Mit Haft, Bußgeldern und Beschlagnahmungen nimmt die französische Regierung Free-Partys künftig stärker ins Visier.

Berlin: Gefährliche Mephedron-Klone im Umlauf

Beratungsstellen warnen vor unerforschten Substanzen, die als Mephedron verkauft werden, jedoch oft stärker und gefährlicher wirken.

1. Mai in Berlin: Treptower Park wird gesperrt, Görli bleibt nachts geöffnet

Im Görlitzer Park findet mit „Free Görli (Rave against the Zaun)” ein Demo-Rave statt. Im letzten Jahr hatte die Veranstaltung etwa 18.000 Menschen angezogen.

Das Berliner SchwuZ: Queerer Club sucht offiziell nach neuer Location

Am 1. November 2025 musste das SchwuZ nach 49 Jahren seine Pforten schließen. Nun schlägt der Traditionsort ein neues Kapitel auf.

Kultursenatorin: Wedl-Wilson bittet nach Rechnungshof-Rüge um Entlassung

Nachdem Joe Chialo die Berliner Kulturlandschaft enttäuscht hatte, folgt nun der Rücktritt seiner Nachfolgerin.

München: Polizei beschlagnahmt 1,7 Tonnen Lachgas

Die Razzia in einer Event-Location in München förderte Lachgas-Kartuschen im Wert von 50.000 Euro zutage.

Berlin: Rechnungshof kritisiert Kulturförderung unter Kultursenatorin Wedl-Wilson

Der Landesrechnungshof kritisiert massive Mängel bei der Vergabe von Kulturmitteln in Berlin – inklusive der Umgehung von Prüfverfahren und Zuständigkeiten.

Boards of Canada: Neues Album „Inferno” angekündigt

Die Marketingkampagne hat ein Ende – Boards of Canada veröffentlichen ihr erstes Album seit 13 Jahren Ende Mai.

Funkot und Budots: ARTE-Doku zum asiatischen Underground

Funkot und Budots tauchen in Europa nur am Rande auf. Das Kollektiv Eastern Margins bringt asiatische Clubmusik hier auf die Dancefloors.
Nauen Mephedron

Berlin: Gefährliche Mephedron-Klone im Umlauf

Beratungsstellen warnen vor unerforschten Substanzen, die als Mephedron verkauft werden, jedoch oft stärker und gefährlicher wirken.
Der Görlitzer Park am 1. Mai 2025 (Foto: Screenshot/ call.me.annabanana/TikTok)

1. Mai in Berlin: Treptower Park wird gesperrt, Görli bleibt nachts geöffnet

Im Görlitzer Park findet mit „Free Görli (Rave against the Zaun)” ein Demo-Rave statt. Im letzten Jahr hatte die Veranstaltung etwa 18.000 Menschen angezogen.
Selbstbewusste queere Sexualität kann im SchwuZ auch mit einem Augenzwinkern daherkommen (Foto: Jens Schiele/ Google)

Das Berliner SchwuZ: Queerer Club sucht offiziell nach neuer Location

Am 1. November 2025 musste das SchwuZ nach 49 Jahren seine Pforten schließen. Nun schlägt der Traditionsort ein neues Kapitel auf.
Sarah Wedl-Wilson (Foto: Sandro Halank)

Kultursenatorin: Wedl-Wilson bittet nach Rechnungshof-Rüge um Entlassung

Nachdem Joe Chialo die Berliner Kulturlandschaft enttäuscht hatte, folgt nun der Rücktritt seiner Nachfolgerin.
Lachgas-Kartuschen (Foto: Stadt Limburg)

München: Polizei beschlagnahmt 1,7 Tonnen Lachgas

Die Razzia in einer Event-Location in München förderte Lachgas-Kartuschen im Wert von 50.000 Euro zutage.

Berlin: Rechnungshof kritisiert Kulturförderung unter Kultursenatorin Wedl-Wilson

Der Landesrechnungshof kritisiert massive Mängel bei der Vergabe von Kulturmitteln in Berlin – inklusive der Umgehung von Prüfverfahren und Zuständigkeiten.
Boards of Canada (Foto: Peter Ian Campbell)

Boards of Canada: Neues Album „Inferno” angekündigt

Die Marketingkampagne hat ein Ende – Boards of Canada veröffentlichen ihr erstes Album seit 13 Jahren Ende Mai.
Die Inspiration für DJ Loves Budots-Sound ist seine Heimat: Die Philippinen (Screenshot: ARTE)

Funkot und Budots: ARTE-Doku zum asiatischen Underground

Funkot und Budots tauchen in Europa nur am Rande auf. Das Kollektiv Eastern Margins bringt asiatische Clubmusik hier auf die Dancefloors.