Robert Johnson: Offenbacher Club hat neuen Innenanstrich

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Der Offenbacher Club Robert Johnson hat einen neuen Anstrich bekommen. Eine Woche bemalte der britische Künstler Stephen Smith die Innenwände des Traditionsklubs. Nun erstrahlen sie in einer Melange aus kräftigen Farben und grafischen Elementen, die gleichzeitig von kompositorischer Kompromisslosigkeit und infanteristischer Unbeschwertheit zeugen. Dominante schwarze Blöcke werden von farbigen Akzenten eingefangen. Hinzu kommen Elemente aus Natur und Clubkultur.

„Der legendäre Status des Clubs war mein Ausgangspunkt”, erklärt Smith gegenüber Resident Advisor. „Dann ging es mir vor allem darum, welches Gefühl ich bei den Leuten beim Tanzen erzeugen wollte. Das Wandbild beginnt markant am Eingang und gibt einen Vorgeschmack auf das, was kommt. Über der Tür steht eine Druidenfigur mit einem Herz. Ich habe einen Vogel auf die Treppe gemalt, der Freiheit und Losgelöstheit symbolisiert.”

Schwarze Punkte sollen außerdem an Technics-Plattenspieler erinnern. Die Collage-Elemente auf dem Main-Floor sind eine Reminiszenz an Mixing und Selecting. Dabei kommt an jeder Stelle die Handschrift Smiths zur Geltung. Neben Ausstellungen in ganz Europa und diversen Publikationen ist der britische Illustrator hauptsächlich in der Werbung tätig. Er gestaltet Innenräume, Buchrücken, vor allem aber: Konzertposter, etwa für die Kaiser Chiefs, Ben Howard und nicht zuletzt für die britische Rockband Oasis. Für die Enfants Terribles des Britpop hat er zudem die On-Stage-Visuals für die restlos ausverkaufte Revival-Tour 2025 gestaltet.

Während Smith hofft, dass sich seine Kunst nahtlos in den Club-Alltag einfügt, stehen bereits weitere Projekte mit dem Robert Johnson an. Für 2026 übernimmt der britische Künstler mit dem Dominik Keller Studio das Design der Flyer des Offenbacher Traditionsclubs.

Das Robert Johnson ist seit 1999 fester Bestandteil des Offenbacher, deutschen und internationalen Nachtlebens. Neben Residents wie Roman Flügel und Ata Macias spielten hier bereits Hochkaräter wie Ricardo Villalobos, Sven Väth und Andrew Weatherall.

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